Update

: Die Ampel steht - was hat sie vor?

von Lukasz Galkowski
24.11.2021 | 17:20 Uhr

Guten Abend,

knapp zwei Monate nach den Bundestagswahlen steht sie nun: die Ampel. Heute legten SPD, FDP und Grüne den Koalitionsvertrag vor und machten damit den Weg frei für eine neue Bundesregierung. Stimmen die Mitglieder der drei Parteien dem Vertrag zu, könnte Olaf Scholz wie angedacht schon Anfang Dezember zum neuen Bundeskanzler vereidigt werden.

"Wir wollen mehr Fortschritt wagen", sagte Scholz bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags - in sprachlicher Anlehnung an den berühmten Satz ("Wir wollen mehr Demokratie wagen") von Willy Brandt aus dem Jahr 1969, als SPD und FDP ebenfalls Teil einer gemeinsamen Regierung wurden. Die Ampel werde "eine Koalition auf Augenhöhe, mit drei Partnern, die ihre Stärken einbringen zum Wohle unseres Landes", versprach der designierte Kanzler. Zu den zentralen Vorhaben der Ampel gehören bezahlbarer Wohnraum durch den Bau neuer Wohnungen, höherer Mindestlohn und früherer Kohle-Ausstieg. Außerdem will die Ampel einen Krisenstab für die Corona-Pandemie einrichten und Cannabis legalisieren.
[Worauf sich die Ampel-Koalition genau geeinigt haben - das steht im Koalitionsvertrag]

Mit Spannung wurde natürlich erwartet, wer welche Ministerien in der Ampel-Koalition bekommt. SPD, Grüne und FDP haben sich darauf geeinigt, dass Bündnis 90/Die Grünen eine Vizekanzlerin oder einen Vizekanzler stellen wird. Die FDP übernimmt das Bundesfinanzministerium. Ein Überblick.
Das ZDF informiert am Abend in weiteren Sondersendungen zum Thema Ampel-Koalition:
  • Was nun, Herr Habeck? Was nun, Herr Lindner? Fragen an die Vorsitzenden von B90/Die Grünen und der FDP von Peter Frey und Bettina Schausten. 19.25 Uhr im TV, in der Mediathek und bei ZDFheute.
  • ZDF spezial: Ampel einig - Der Koalitionsvertrag steht. 19.50 Uhr im TV, in der Mediathek und bei ZDFheute.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet heute 66.884 Neuinfektionen, die Inzidenz liegt bei 404,5. Unsere Karte zeigt, wie es in Ihrem Landkreis aussieht.
In Deutschland sind bisher 70,7 Prozent mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. 68,1 Prozent sind vollständig geimpft, 8,0 Prozent haben eine Auffrischung erhalten. Hier erfahren Sie, wie es in Ihrem Bundesland aussieht.
Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Corona-Lage in Deutschland: Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angesichts der vierten Corona-Welle kein Verständnis für Impfunwillige. Sein Satz zur 3G-Regel ("Geimpft, gestorben, genesen") sei auch ein Stück weit seiner Enttäuschung geschuldet. Als erste Berufsgruppe in Deutschland wird eine Corona-Impfung für Frauen und Männer in der Bundeswehr verpflichtend. Das Verteidigungsministerium hat diese Impfung heute für die mehr als 180.000 Soldatinnen und Soldaten duldungspflichtig gemacht. Indes verschärfen viele Bundesländer weiter die Corona-Regeln. Was wo erlaubt ist und was verboten, können Sie in unserem Überblick nachlesen.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.
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Champions League

Gespannt, wie das Spiel Sporting Lissabon gegen Borussia Dortmund und FC Brügge gegen RB Leipzig in der Champions League heute Abend ausgeht? Hier können Sie um 23 Uhr die Zusammenfassung sehen:

Weitere Schlagzeilen


Ein Lichtblick


Die bisherige Finanzministerin Magdalena Andersson hat bei einer Abstimmung im schwedischen Parlament die nötige Unterstützung erhalten, um die Nachfolge des zurückgetretenen Regierungschefs Stefan Löfven anzutreten.

Streaming-Tipps für den Feierabend

Konstruktive Debattenkultur: In dem Format "Auf der Couch" wagen zwei Gesprächsgäste mit entgegengesetzten Meinungen einen Annäherungsversuch mit Methoden, die Psychologe Leon Windscheid anwendet. Die ersten Folgen sind bereits online. Ab sofort sind neben der bereits verfügbaren Folge über Klimaschutz erstmals die "Auf der Couch"-Gespräche zu den Themen "Wege aus der Armut", "Sprache, die aufregt" und "Mobilität ohne Auto" in der Mediathek verfügbar. Im TV sendet das ZDF die vier Folgen in der Nacht von Mittwoch, 24., auf Donnerstag, 25. November 2021, von 1.30 bis 3.45 Uhr. (34 bis 36 Minuten)

Klassiker der europäischen Filmgeschichte: Der polnische Filmregisseur Krzysztof Kieślowski war einer der wichtigsten zeitgenössischen europäischen Filmemacher. Den Höhepunkt seines Erfolges bildete die in den Jahren 1992-1994 entstandene Filmtrilogie "Drei Farben - Blau, Weiß, Rot". Für "Weiß", den zweiten Teil dieses Zyklus, war er 1994 bei den Berliner Filmfestspielen mit dem "Silbernen Bären" ausgezeichnet worden. Zwei Jahre später verstarb Kieślowski mit nur 54 Jahren an einem Herzinfarkt.
Der Sender "arte" zeigt exklusiv online drei seiner Filme. "Ein kurzer Film über das Töten" (83 Minuten) wurde in Berlin mit dem "Europäischen Filmpreis" und beim Festival von Cannes 1988 mit dem Großen Preis der Jury sowie dem Preis der Internationalen Kritik ausgezeichnet. Außerdem in der arte-Mediathek verfügbar: "Ein kurzer Film über die Liebe" (84 Minuten) und "Der Zufall möglicherweise" (118 Minuten) - ein Film mit drei verschiedenen Verläufen, in denen sich das Schicksal des Protagonisten ändert, je nachdem, ob er zu Beginn des Films den Zug erwischt oder nicht.

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