Update

: Wie die Flut das politische Klima verändert

von Matthias Fornoff
30.07.2020 | 06:00 Uhr

Guten Morgen,

die Bilder von der furchtbaren Flutkatastrophe in Teilen Deutschlands sind verstörend. Die Verwüstungen, die Verzweiflung der Menschen, aber auch die Hilfsbereitschaft so vieler haben die vergangenen beiden Wochen geprägt.
Nach dem ersten Schrecken die Frage: Passiert das jetzt häufiger? Ist der Klimawandel ein Treiber? Auch wenn das am einzelnen Ereignis nie allein festgemacht werden kann, sind sich Wissenschaftler*innen einig: Ja, die Erwärmung der Erde macht Naturkatastrophen wahrscheinlicher und kraftvoller.
Die Fluten haben das Thema Klimawandel nach oben gespült. Das sieht man im neuesten Politbarometer. Eine große Mehrheit der Befragten sieht im Klimawandel ein großes Problem für uns in Deutschland.
Quelle: ZDF
Und das wirkt sich auch politisch aus. Bei der Sonntagsfrage legen die Grünen zu, die Union verliert.
Quelle: ZDF
Im Rennen ums Kanzleramt hat Armin Laschet deutlich an Ansehen verloren. Nicht zuletzt wohl wegen seines unpassenden Lachens im Krisengebiet. Wie zuvor bei Annalena Baerbock nach ihren Fehlern, ist das ein Imageschaden mit Folgen. Beiden trauen die Deutschen mehrheitlich nicht zu, Kanzler*in zu sein.
Quelle: ZDF
Olaf Scholz legt da als einziger zu. Seine Partei, die SPD, bleibt aber deutlich unter 20 Prozent. Da die meisten Befragten es wichtiger finden, welche Partei regiert, als wer Kanzler*in ist, nutzt ihm sein gestiegenes Ansehen nur begrenzt.
Die Flutkatastrophe hat gezeigt, wie schnell Bewegung in die politische Landschaft kommt. Noch 58 Tage bis zur Bundestagswahl.
Einen schönen Tag und viel Spaß beim Weiterlesen wünscht Ihnen
Matthias Fornoff, ZDF-Politikchef
PS: Wie kommen eigentlich unsere Top Ten der wichtigsten Politiker*innen zustande? Darum geht es im aktuellen "Politbarometer2go" mit Mirko Drotschmann:

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Quelle: ZDF
Zusammengestellt von Kathrin Wolff.
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