: Apple macht iPhones fit für 5G-Datenfunk

13.10.2020 | 21:55 Uhr
Ein Jahr nach Konkurrenten wie Samsung oder Huawei macht auch Apple seine iPhones fit für den 5G-Datenfunk. Und könnte so dafür sorgen, dass mehr Menschen die Technologie nutzen.
Apple CEO Tim Cook präsentiert das neue iPhone.Quelle: Reuters
Apple stattet seine neuen iPhones mit der 5G-Datentechnologie aus. Alle vier Modelle des neuen iPhone 12 sind dafür gerüstet, wie Apple am Dienstag mitteilte. Unter perfekten Bedingungen seien damit bei Tests mit dem neuen iPhone 12 Download-Geschwindigkeiten von bis zu 3,5 Gigabit pro Sekunde erzielt worden, teilte der Konzern am Dienstag mit.
Das Apple-Telefon kommt auch mit einem veränderten Design daher - es ist wieder etwas kantiger, wie zuletzt die iPhone-5-Modellreihe.

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Neue Linsen, besseres Glas, bessere Kamera

Apple treibt dabei weiter die Abgrenzung zwischen einem Standard-Modell und einer Pro-Version mit mehr Technik-Innovationen voran. Schon bisher hatten die teureren Pro-Geräte mit einem Teleobjektiv eine Kamera mehr. Beim iPhone 12 Pro setzte Apple zusätzlich eine Bildstabilisierung um, bei der statt der Objektiv-Linsen der Bildsensor schwankt, um Erschütterungen auszugleichen.
Die Pro-Modelle können auch besonders kontrastreiches Video mit HDR-Technologie aufnehmen und bearbeiten. Für Fotografen entwickelte Apple ein eigenes RAW-Format, das für Profis wichtige reichhaltige Lichtinformationen mit Software-Bildbearbeitung verbindet.
In der Standard-Version gibt es neben dem iPhone 12 mit einem 6,1-Zoll-Display für gut 876 Euro nun auch ein Mini-Modell mit einem 5,4 Zoll großen Bildschirm für rund 780 Euro. Andere Anbieter wie Samsung schneiden ihre Modellreihen ähnlich zu.
Das Display-Glas des iPhone 12 soll dank Nanotechnologie deutlich widerstandsfähiger sein als bisher, wie Apple ankündigte. So sei viermal wahrscheinlicher, dass das neue Glas Stürze unbeschadet überstehe. Ein neues Objektiv-System soll die Qualität von Fotos bei schlechten Lichtbedingungen verbessern - darüber hinaus werden die Bilder wie inzwischen üblich durch Software aufgebessert.

Konkurrenz brachte 5G-Smartphones bereits vor einem Jahr heraus

Das iPhone ist das mit Abstand wichtigste Apple-Produkt. Zugleich steht Apple nicht in der vordersten Reihe der 5G-Unterstützer. Wettbewerber wie Samsung, Huawei, Motorola und OnePlus hatten teilweise vor mehr als einem Jahr erste 5G-Smartphones auf den Markt gebracht.
In der Telekommunikations-Branche gibt es aber die Hoffnung, dass der Einbau von 5G-Modems in die iPhone-Modellpalette einen Schub für die breitere Nutzung der Technologie durch Verbraucher geben könnte.

Deutlich günstigere Modelle - Apple gleicht Preise an

Zudem will Apple mit einem deutlich günstigeren Modell mehr Marktanteil im Geschäft mit vernetzten Lautsprechern gegen Rivalen wie Google und Amazon erobern. Der HomePod Mini soll in Deutschland 96,50 Euro kosten, wie der iPhone-Konzern am Dienstag ankündigte. Damit geht Apple auf das Preisniveau von Konkurrenzmodellen runter - während der erste HomePod mit rund 300 Euro bis zuletzt viel teurer war.

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Quelle: dpa, Reuters, AFP

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