Britischer BotschafterMacaire: Wurde im Iran nicht einbestellt

16.06.2019 14:00 Uhr

Auch London beschuldigt Teheran für die mutmaßliche Attacke auf zwei Tanker. Als Reaktion auf die Vorwürfe bestellt der Iran den britischen Botschafter ein. Der dementiert dies.

Der britische Botschafter in Teheran hat iranische Berichte zurückgewiesen, wonach er am Samstag vom Außenministerium einbestellt worden sei. "Interessant. Und mir neu", twitterte Rob Macaire. Vielmehr habe er um ein dringendes Treffen im Außenministerium gebeten, das ihm auch gewährt worden sei. "Keine "Vorladung"", schrieb der Diplomat.

Als bisher einziges EU-Land machte Großbritannien den Iran für mutmaßliche Angriffe auf zwei Öltanker verantwortlich. Teheran weist dies zurück.

Die Vorfälle ereigneten sich im Meer des Oman. Archivbild
Quelle: Uncredited/Tasnim News Agency/AP/dpa

Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA hatte am Samstag gemeldet, Macaire habe im Ministerium erscheinen müssen, um der iranischen Seite "einige Erklärungen" zu geben. Die Einbestellung eines Botschafter ist eines der schärfsten Instrumente des diplomatischen Protests. Als bisher einziges EU-Land hat Großbritannien nach den mutmaßlichen Angriffen auf zwei Öltanker im Golf von Oman den Iran öffentlich dafür verantwortlich gemacht. Außenministers Jeremy Hunt hatte sich am Freitagabend entsprechend geäußert. Teheran hat alle derartigen Vorwürfe - wie sie auch US-Präsident Donald Trump erhebt - zurückgewiesen.

Mehr zum Thema

Nachrichten | heute

Teheran weist Verantwortung zurück

von Antoine Kurschilgen
Quelle: dpa