: Schäuble: Weniger Freiheiten für Ungeimpfte

29.07.2021 | 10:56 Uhr
Die sinkende Impfbereitschaft in Deutschland macht Wolfgang Schäuble "maßlos traurig". Für eine unterschiedliche Behandlung von Geimpften und Ungeimpften sieht er keine Probleme.
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble.Quelle: dpa
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sieht keine verfassungsrechtlichen Probleme für eine unterschiedliche Behandlung von Geimpften und Genesenen einerseits und Getesteten andererseits.
Erstere könnten nicht dauerhaft allen Beschränkungen unterworfen werden, "die für Nichtgeimpfte gelten müssen, um die Pandemie zu bekämpfen", sagte Schäuble der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Damit stellt er sich gegen seinen Parteivorsitzenden Laschet.
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"Gesellschaftlicher Druck auf Ungeimpfte nicht verkehrt"

Schäuble erklärte, jeder Einzelne solle sich stärker mit der Frage auseinandersetzen, welche Folgen eine Impfverweigerung für die Mitmenschen hätte. "Das sollte durchaus Thema im Freundes- und Bekanntenkreis sein, dass diejenigen, die nicht mitmachen, obwohl sie es könnten, ein schlechtes Gewissen bekommen."
Ein gewisser gesellschaftlicher Druck wäre aus meiner Sicht nicht verkehrt.
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU)

Kreative Ideen für Impfangebote willkommen

Zugleich brauche es noch mehr Alltagsangebote, überall dort, wo sich die Menschen ohnehin aufhielten. Jede kreative Idee, wie mehr Menschen geimpft werden können, sei willkommen. Die sinkende Impfquote beobachtet der Bundestagspräsident mit Bedrückung.
Ich kann die mangelnde Impfbereitschaft nicht nachvollziehen, das macht mich maßlos traurig.
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU)

Schäuble: Impfung als einzige Chance gegen Corona

Zu Beginn des Jahres hätten die Menschen es nicht erwarten können, die rettende Spritze zu bekommen. "Und jetzt verzweifeln Hausärzte, weil Impfdosen massenhaft bei ihnen liegen bleiben."
Dabei sei ein vollständiger Impfschutz für so viele Menschen wie möglich die einzige Chance, Corona in die Schranken zu weisen und die Freiheit zu sichern.
Quelle: epd

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