Kettenreaktion beim Kinderkriegen

13.02.2020 | 16:11 Uhr
Eine Kollegin ist schwanger, der Bruder wird Vater. Macht es das für einen Menschen wahrscheinlicher, selbst ein Kind zu bekommen? Und wenn ja, setzt sich der Effekt fort?
Die Geburt eines Kindes kann im Familien- und Kollegenkreis zu einer Art Kettenreaktion bei der Familienplanung führen. Das zeigt eine Studie unter Beteiligung der Universität Bamberg im Fachblatt "Demography".
Der Bauch einer Schwangeren. ArchivbildQuelle: Caroline Seidel/dpa

"Kettenreaktion" war den Forschern neu

Demnach steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau schwanger wird, wenn eine Kollegin ein Baby bekommt. Wird die Frau tatsächlich schwanger, kann das wiederum ihre Geschwister beeinflussen - die wiederum Einfluss auf die Familienplanung ihrer Kollegen haben können.
"Diese Kettenreaktion war für uns wirklich neu", sagte Demografie-Expertin Henriette Engelhardt-Wölfler von der Universität Bamberg. Die Untersuchung basiert auf Registerdaten aus den Niederlanden, die Angaben über Geschwister und Arbeitgeber enthalten. Welche Mechanismen den beobachteten Effekten zugrunde liegen, zeigt die Studie nicht.
Quelle: dpa

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