MittelamerikaGuatemala wählt neuen Präsidenten

16.06.2019 07:56 Uhr

Viele Menschen fliehen aus Guatemala in Richtung USA. In dem von Armut und Korruption geplagten Land sind heute rund 8,1 Millionen Menschen aufgerufen, zu wählen.

Im mittelamerikanischen Guatemala finden heute Präsidenten- und Parlamentswahlen statt. Als Favoritin in dem von Korruption und Armut geplagten Land gilt die frühere First Lady Sandra Torres. Gegen sie wird wegen illegaler Wahlkampffinanzierung ermittelt.

Ihr Ex-Mann Alvaro Colom ist wegen Korruption angeklagt. Guatemala ist eines der Länder in der Region, aus dem sich viele Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben über Mexiko auf den Weg Richtung USA machen.

Präsidentschaftskandidatin Sandra Torres.
Quelle: Moises Castillo/AP/dpa

Gute Chancen hat auch Alejandro Giammattei, der dem Militär und der extremen Rechten nahesteht. Er saß 2007 im Gefängnis, weil er für außergerichtliche Tötungen verantwortlich gemacht wurde. Wenn keiner der insgesamt 19 Kandidaten eine absolute Mehrheit erreicht, kommt es am 11. August zur Stichwahl. Stimmberechtigt sind acht Millionen Bürger.Der amtierende rechte Präsident Jimmy Morales konnte laut Verfassung nicht wieder antreten. Auch gegen ihn wird wegen Korruptionsverdachts ermittelt.

Mehr zu Guatemala

Nachrichten | heute

Tausende Migranten bilden Trecks

00:20 min | 20.04.2019
Quelle: dpa