Gänse-Plage in Heidelberg

19.05.2019 | 09:04 Uhr
Heidelberg zieht nicht nur viele Touristen an, sondern auch Gänse. Und die werden zunehmend zu einem Problem.
NilgänseQuelle: dpa
Gegen eine Gänse-Plage auf den Neckarwiesen will die Stadt Heidelberg verstärkt vorgehen. Die Wiesen sind ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen. Sie treten allenthalben in die Hinterlassenschaften der Vögel. Wer sein Handtuch am Neckar ausbreitet, kann sicher sein, dass er es verschmutzt wieder mit nach Hause nimmt.

Bejagung und Fütterungsverbot

NilgänseQuelle: dpa
Nun sind 20 bis 30 Jäger aus dem Raum Heidelberg aufgefordert, die Nilgans zu bejagen. Aktuell werden im Jahr durchschnittlich 70 bis 80 Tiere geschossen. Die Strafen für Verstöße gegen das Fütterungsverbot sollen erhöht und Kontrollen verstärkt werden. Künftig sind bei der ersten Regelverletzung 55 Euro statt bisher 35 Euro fällig, bei Wiederholung 75 statt 60 Euro. Im laufenden Jahr wurden vier Verstöße gegen das Fütterungsverbot von Wildtieren registriert. Eine spezielle Rasenreinigungsmaschine gibt es auch, sie funktioniert aber nur bei sehr trockenem Wetter.
Heidelbergs Ordnungsbürgermeister Wolfgang Erichson weiß um die Schwierigkeit der Aufgabe: "Eine einfache Lösung gibt es nicht. Jede Maßnahme stößt schnell an Grenzen, sei es rechtlicher, sicherheitsrelevanter oder auch moralischer Natur."
Quelle: dpa

Mehr zum Thema