Vermehrte BetrugsfälleVolksbank stoppt Zahlungen an Direktbanken

16.06.2019 10:33 Uhr

Nutzen Betrüger Sicherheitslücken bei Finanz-Start-ups aus, um Geld von Bankkonten zu ergaunern? Einige Volksbanken haben dazu eine klare Meinung - und gehen auf Nummer sicher.

Nach vermehrten Betrugsfällen im Online-Banking sperrt die Volksbank Freiburg Überweisungen an Direktbanken wie N26 oder Fidor vorläufig. Gerade diese Banken würden "als Zielkonto für vermeintliche Straftaten genutzt", erklärte ein Sprecher des Instituts auf Anfrage.

Vor allem die Professionalität und Geschwindigkeit, mit der sich Kriminelle in den aktuellen Fällen Zugriff auf Kundengelder verschafften, überraschte die Volksbank Freiburg. Einfallstor war das sogenannte mobileTAN-Verfahren.  Spätestens an diesem Dienstag will die Volksbank ihre Systeme technisch so angepasst haben, dass die Sperre wieder aufgehoben werden kann.

Ein Blick auf den Hauptsitz der Volksbank Freiburg. Archivbild
Quelle: Patrick Seeger/dpa

Eine Sprecherin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) betonte: "Sollte es zu einem Betrugsfall im Onlinebanking gekommen sein, entsteht Kunden kein Schaden, sie erhalten ihr Geld zurück." Voraussetzung sei, dass Kunden sorgfältig mit sensiblen Daten wie Geheimnummer (PIN) und TAN umgegangen seien.

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