: Verschwörungsanhänger gibt Falschaussage zu

04.08.2022 | 11:15 Uhr
Der US-Verschwörungsanhänger Alex Jones hatte behauptet, dass ein Amoklauf an einer Grundschule inszeniert gewesen sei. Vor Gericht muss er sich für seine Aussage verantworten.
Der US-Amerikaner Alex Jones hat immer wieder Verschwörungstheorien verbreitet - auch zu einem Amoklauf an einer Grundschule. Quelle: dpa
Der US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones ist bei einem Prozess im US-Bundesstaat Texas rund um seine Lügen zum Massaker an der Sandy-Hook-Grundschule unter Druck geraten. "Es ist hundert Prozent real", sagte Jones am Mittwoch (Ortszeit) über das Blutbad, wie auf Videoaufnahmen aus dem Gerichtssaal in Austin zu sehen war.
Jones hatte in der Vergangenheit behauptet, dass der Amoklauf von Schauspielern inszeniert worden sei. Ein 20-Jähriger hatte im Dezember 2012 in Newtown im Bundesstaat Connecticut 20 Schulkinder und sechs Lehrer erschossen.

Angehörige hatten Jones verklagt

Eltern eines Opfers hatten den rechten Radiomoderator wegen seiner Behauptungen verklagt. Sie hatten zuvor geschildert, welche Auswirkungen die Behauptungen des 48-Jährigen gehabt hätten. Sie fordern 150 Millionen US-Dollar als Entschädigung.
Der Anwalt des Verschwörungstheoretikers argumentierte, die Kläger hätten nicht beweisen können, dass die Worte seines Mandanten tatsächlich Schaden verursacht hätten.

Weitere Verschwörungstheorien eingeräumt

Jones hat in der Vergangenheit immer wieder diverse Verschwörungstheorien verbreitet und zum Beispiel behauptet, dass die US-Regierung an den Anschlägen am 11. September 2001 in New York beteiligt gewesen sei.
Vor Gericht räumte er nun ein, dass er auch Verschwörungsgeschichten in Bezug auf andere Tragödien verbreitet hatte - von den Bombenanschlägen in Oklahoma City und beim Boston Marathon bis hin zu den tödlichen Schüssen in Las Vegas und Parkland in Florida.
Quelle: dpa, AP

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