: Zweitimpfung bei Astrazeneca mit mRNA-Vakzin

01.04.2021 | 23:02 Uhr
Wie geht es bei Menschen unter 60 Jahren weiter, die bereits einmal mit Astrezeneca geimpft wurden? Die Ständige Impfkomission empfiehlt nun einen Umstieg auf einen mRNA-Impfstoff.
Ein Polizist erhält in Niedersachsen den Astrazeneca-Impfstoff: Geht es nach der Stiko, erhält er wie alle Menschen unter 60 Jahren ein mRNA-Vakzin als Zweitimpfung. (Archivbild)Quelle: picture alliance / Fotostand
Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben, sollen nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für die zweite Impfung auf einen sogenannten mRNA-Impfstoff umsteigen. Das steht in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschlussentwurf der Stiko.
In Deutschland sind momentan die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen. Das Astrazeneca-Präparat ist ein sogenannter Vektorimpfstoff.
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Stiko-Chef: mRNA-Impfstoff als sichere Alternative

Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte dem "Spiegel" dazu in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Interview: "Tierexperimentelle Daten zeigen, dass die Immunreaktion nach heterologer (zweiter) Impfung gleich ausfällt. Man muss noch wissenschaftlich klären, wie gut der Schutz dann beim Menschen ist. Ich hoffe, dass dazu bald Daten vorliegen."
Mertens sagte weiter, dass man über das Risiko bei zweimaliger Corona-Schutzimpfung mit Astrazeneca derzeit nur spekulieren könne. "Der nahe liegende Ausweg ist aus meiner Sicht, es gar nicht zu probieren, sondern zur Sicherheit eben als Alternative einen RNA-Impfstoff zu geben."

31 Verdachtsfälle einer Hirnvenenthrombose nach Astrazeneca-Impfung

Bund und Länder waren am Dienstag einer Empfehlung der Stiko gefolgt, das Astrazeneca-Mittel in der Regel nur noch für Menschen über 60 einzusetzen. Bei 2,7 Millionen verabreichten Astrazeneca-Dosen waren 31 Verdachtsfälle einer sogenannten Hirnvenenthrombose gemeldet worden. Davon verliefen neun Fälle tödlich. Experten vermuten, dass das ohnehin sehr geringe Risiko nur junge Menschen betrifft.
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Quelle: dpa

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