: So viel Impfstoff soll noch kommen

von Katharina Thode
27.05.2021 | 12:05 Uhr
Biontech wird in den nächsten zwei Wochen weniger Impfstoff liefern als angekündigt. Was bedeutet das für die Impfkampagne? Die Lieferprognosen aller Hersteller im Überblick.
Was bedeutet die Verschiebung der Impfstoff-Lieferung bei Biontech?Quelle: epa
Biontech wird in den nächsten beiden Wochen weniger Corona-Impfdosen liefern als angekündigt. Die Differenz solle aber in den Folgewochen ausgeglichen werden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtmenge der zugesagten Impfdosen für das laufende Quartal werde somit eingehalten.
"Auf die zugesagte Liefermenge für die Länder haben diese Anpassungen keine Auswirkung. Die Länder erhalten die zugesagte Menge an Impfstoff für ihre Impfzentren", heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums. Die anstehenden Impfungen in den Arztpraxen seien ebenfalls gesichert.
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Der Zeitraum der reduzierte Liefermenge beschränkt sich laut Gesundheitsministerium auf die ersten beiden Juni-Wochen (s. graue Fläche in der Grafik). Die Differenz solle dann in den beiden Wochen vom 21. Juni und vom 28. Juni zusätzlich geliefert und damit ausgeglichen werden

Grund für die Schwankung bei Biontech-Lieferung

Eine Biontech-Sprecherin erklärte am Mittwochabend, dass die wöchentlichen Lieferprognosen immer kleineren Schwankungen unterlägen, wobei die Gesamtmenge für das zweite Quartal planmäßig ausgeliefert werde.
Grund für Schwankungen seien zum Beispiel die laufenden Freigabeprozesse. "Dies ist auch bei den aktuellen Änderungen der Fall." Biontech habe die Impfstoffherstellung deutlich steigern können, um im zweiten Quartal 2021 insgesamt 250 Millionen Dosen an die EU zu liefern. Die zusätzlichen Lieferungen habe man aus dem zweiten Halbjahr vorgezogen und produziere sie dementsprechend früher.
Pfizer und Biontech legen erste positive Ergebnisse ihrer großen Impfstoff-Studie mit einem mRNA-Wirkstoff vor. Schwere Nebenwirkung gibt es bislang keine, offene Fragen aber schon.

So viel Impfstoff soll im zweiten Quartal kommen

Laut einer aktuellen Übersicht des Ministeriums werden -basierend auf Prognosen- für das ganze zweite Quartal 50,3 Millionen Impfdosen von Biontech erwartet. Dazu kommen sollen mindestens 12,4 Millionen Dosen von Astrazeneca sowie 10,1 Millionen Dosen von Johnson & Johnson und 6,4 Millionen Dosen von Moderna.
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[Bei den Zahlen handelt es sich laut Bundesgesundheitsministerium nur um Prognosen, die mit Unsicherheiten behaftet sind.]

Moderna beliefert Deutschland vergleichsweise wenig

Nach wie vor erhält Deutschland die meisten Corona-Impfdosen des Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer. Der Impfstoff von Moderna bildet das Schlusslicht im zweiten Quartal.
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Quelle: mit Material von dpa

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