: Stiko empfiehlt Booster für alle ab 18 Jahren

18.11.2021 | 12:00 Uhr
Die Impfkommission gibt grünes Licht für die Booster-Impfung für alle Erwachsenen ab 18 Jahren. Laut Stiko soll sie in der Regel sechs Monate nach der zweiten Impfung erfolgen.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt Auffrischungsimpfungen nun für alle ab 18 Jahren. Fürs Impfen werde jetzt "jeder und jede gebraucht", sagte RKI- Präsident Wieler.

18.11.2021 | 00:32 min
Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus für alle Menschen ab 18 Jahren aus. Die Impfung solle mit einem sogenannten mRNA-Impfstoff erfolgen, teilte die Stiko am Donnerstag in Berlin mit.
Sie solle im Regelfall sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung erfolgen, im Einzelfall könne sie auch bereits nach fünf Monaten erwogen werden. Das Gremium verband seine Empfehlung zudem mit einem Aufruf an alle Ungeimpften, sich "dringend" impfen zu lassen.

Mit Auffrisch-Impfungen die vierte Welle brechen? Während die Politik über die Umsetzung der Booster-Impfung noch streitet, hat der Ansturm auf die Hausarztpraxen bereits begonnen.

16.11.2021 | 01:51 min

Booster-Empfehlung bisher nur für bestimmte Gruppen

Ein entsprechender Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen, daher seien Änderungen noch möglich. Es handelt sich noch nicht um eine finale Stiko-Empfehlung.
Eine Empfehlung für die sogenannten Booster-Impfungen gab es bisher in Deutschland nur für Geimpfte über 70 Jahren sowie Menschen mit bestimmten schweren Grunderkrankungen. Die Ausweitung diene dabei neben der Aufrechterhaltung des individuellen Impfschutzes auch dem Ziel, "Infektionswellen abzuschwächen und zusätzliche schwere Erkrankungs- und Todesfälle zu verhindern", erklärte das Gremium.
Bereits jetzt führen die schweren Covid-19-Erkrankungen zu einer besorgniserregenden hohen Belastung der intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten.
Ständige Impfkommission

"Vordringlich" sollen sich Ungeimpfte immunisieren lassen

Zugleich bekräftigte die Stiko, dass trotz genereller Empfehlung weiter bevorzugt besonders gefährdete Menschen eine Auffrischungsimpfung erhalten sollten. Dazu gehörten Menschen über 70 Jahren, Bewohner von Pflegeheimen, Menschen mit krankheitsbedingter Immunschwäche sowie Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich.
Im Rahmen der Impfkampagne gegen die Pandemie sollten zudem weiterhin "vordringlich" Ungeimpfte immunisiert werden, die noch keinen vollen Grundimpfschutz hätten.
Quelle: AFP, dpa

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