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Giffey: Kein Pauschalurteil über junge Leute

12.10.2020 | 12:24 Uhr
Viele Politiker richten dieser Tag wegen des Anstiegs der Corona-Zahlen mahnende Worte vor allem an junge Menschen. Die Familienministerin warnt vor einer Pauschalverurteilung.
Quelle: Jörg Carstensen/dpa/ArchivbildBundesfamilienministerin Franziska Giffey sagt, man dürfe in der Corona-Krise nicht Alt gegen Jung ausspielen.
Bundesjugendministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich gegen die pauschale Verurteilung junger Menschen im Umgang mit der Corona-Krise ausgesprochen.
"Ich möchte dafür werben, dass wir nicht generell alt gegen jung gegeneinander ausspielen", sagte die Ministerin am Montag im gemeinsamen "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. "Kein Abstempeln, kein generelles Verbieten oder Vorwürfe, sondern Beteiligung, Dialog, Sensibilisieren."

Mehr Aufklärung über Spätfolgen

Sie lobte die Besonnenheit und Rücksicht vieler junger Menschen. Dort jedoch, wo Menschen - egal welchen Alters - sich nicht an die Regeln hielten, müssten diese klar durchgesetzt werden.
Wenn man massive Verstöße hat, dann muss es klare Konsequenzen geben. Ich bin nur nicht dafür, dass wir die jungen Menschen pauschal verurteilen
Franziska Giffey
Sie forderte zudem mehr Aufklärung über schwere Krankheitsverläufe und Spätfolgen bei jungen Menschen. "Dafür müssen wir sie sensibilisieren. Wenn man die Regeln erklärt, dann gibt es auch mehr Einsicht", sagte Giffey aus den Erfahrungen der vergangenen Monate.

Appell, von Partys abzusehen

Erneut appellierte sie an die Bevölkerung, von großen Feiern abzusehen. "Es ist nicht die Zeit für große Partys, lassen Sie es lieber jetzt sein." Wegen eines erhöhten Infektionsgeschehens vor allem in Großstädten ist die Debatte um die Corona-Maßnahmen neu entfacht.
In Städten wie Berlin und Frankfurt gilt eine Sperrstunde für die Zeit zwischen 23.00 Uhr und 06.00 Uhr, die besonders junge Menschen trifft.
Quelle: dpa

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