Das sind die Corona-Risikogebiete in Europa

27.11.2020 | 12:57 Uhr
Das Robert-Koch-Institut hat weitere Corona-Risikogebiete in Europa ausgewiesen - erstmals aber auch den Status wieder aufgehoben. Welche Regionen betroffen sind - ein Überblick.
Quelle: dpa
Die Bundesregierung hat etliche weitere Regionen im Ausland als neue Risikogebiete ausgewiesen. Seit 17. Oktober ist kein Nachbarland Deutschlands mehr ohne ein vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenes Risikogebiet.

Liste vom Robert-Koch-Institut aktualisiert

Neu als Risikogebiet gelten Westgriechenland, die Region Tartu in Estland und die zu Portugal gehörenden Azoren. Gestrichen sind die Region Peloponnes in Griechenland und drei Regionen in Irland.
Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Auch der größte Teil Deutschlands ist nach diesen Kriterien Risikogebiet.
Über die Risikogebiete führt das RKI eine Liste, die fortlaufend aktualisiert wird. Sie umfasst derzeit etwa 130 Staaten - von Ägypten über Russland bis zu den USA.

Länder Europas, die als Risikogebiete eingestuft sind

  • Albanien
  • Andorra
  • Belarus
  • Belgien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bulgarien
  • Dänemark: gesamt Dänemark mit Ausnahme der Faröer und Grönland
  • Estland: Regionen Ia-Viru, Harju, Hiiu, Rapla. NEU: Tartu
  • Finnland: NEU mit der Region Uusimaa (dazu gehört auch die Hauptstadt Helsinki)
  • Frankreich (inklusive Überseegebiete Französisch-Polynesien, Guadeloupe, La Réunion, Martinique, St. Martin)
  • Georgien
  • Griechenland: Regionen Attika, Zentralmakedonien, Ostmakedonien und Thrakien, Epirus, Nördliche Ägäis und Thessalien, Westgriechenland. Die Region Peloponnes gilt NICHT mehr als Risikogebiet.
  • Irland: die Regionen Midlands, South-West und West gelten NICHT mehr als Risikogebiete
  • Italien: gesamt
  • Island
  • Kanada
  • Kosovo
  • Kroatien
  • Lettland: die Regionen Latgale, Riga und Vidzeme, Pierīga, Zemgale
  • Liechtenstein
  • Litauen: gesamt Litauen mit Ausnahme des Bezirkes Utena
  • Luxemburg
  • Malta
  • Monaco
  • Montenegro
  • Niederlande
  • Norwegen: Provinz Oslo, Vestland und Viken
  • Nordmazedonien
  • Österreich: mit Ausnahme der Gemeinden Jungholz und Mittelberg / Kleinwalsertal
  • Polen
  • Portugal: das gesamte Land. NEU: die Azoren. NICHT mehr dabei: die autonome Inselprovinz Madeira.
  • Republik Moldau
  • Rumänien
  • Russland
  • San Marino
  • Schweden
  • Schweiz
  • Serbien
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien (ausgenommen die kanarischen Inseln)
  • Tschechien
  • Türkei
  • Ukraine
  • Ungarn
  • Vatikan
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland sowie Gibraltar (ausgenommen sind die weiteren Überseegebiete, Isle of Man und die Kanalinsel Guernsey)
  • Zypern

Diese Gebiete waren Risikogebiete, sind aber keine mehr:

  • Griechenland: die Region Peloponnes ( 15. November – 29. November)
  • Irland: die Regionen Midlands ( 17. Oktober – 29. November), South-West (17. Oktober – 29. November) und West (17. Oktober – 29. November)
Eine Aufstellung des Robert-Koch-Instituts mit allen Risikogebieten weltweit finden Sie hier.

Unterschied zwischen Risikogebiet und Reisewarnung

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.
Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts geht weiter. Sie ist zwar kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Und sie hat eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.
  • Eine Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen gilt grundsätzlich weiterhin für alle Länder, die von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft sind.
Mehr zu den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes finden Sie hier.

Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten müssen derzeit noch für 10 Tage in Quarantäne, können sich aber durch einen negativen Test ab dem fünften Tag nach Einreise vorzeitig befreien lassen.
Seit dem 8. November 2020 gilt grundsätzlich für Ein- bzw. Rückreisende aus dem Ausland, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, die Verpflichtung sich unverzüglich nach Einreise in eine zehntägige Quarantäne zu begeben.
Außerdem müssen sich Einreisende vor ihrer Ankunft in Deutschland auf

https://www.einreiseanmeldung.de anmelden

und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen.
Quelle: dpa

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