: Das sind derzeit Corona-Hochrisikogebiete

03.12.2021 | 13:53 Uhr
Wegen hoher Corona-Zahlen hat die Regierung viele Länder als Hochrisikogebiete eingestuft. Auch für Virusvarianten-Gebiete gelten verschärfte Einreiseregeln.
Quelle: Arne Dedert/dpa
Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung zahlreiche Länder als Hochrisikogebiete eingestuft und verschärfte Einreiseregeln verhängt. Wegen steigender Corona-Infektionszahlen setzt die Bundesregierung ab Sonntag auch Österreich, Tschechien und Ungarn auf die Liste der Hochrisikogebiete. Die USA wurden dagegen von der Liste entfernt.

Die Kategorien

Die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut unterscheiden bei Risikogebieten zwei Kategorien:

Hochrisikogebiete:

... können Gebiete mit besonders hohen Fallzahlen sein, z.B. beim Vergleich der Höhe des Mehrfachen der mittleren 7-Tagesinzidenz je 100.000 Einwohnern in der Bundesrepublik Deutschland. Indiz ist regelmäßig eine 7-Tagesinzidenz von deutlich über 100. Es kann sich auch um Gebiete handeln, in denen aufgrund quantitativer oder qualitativer Kriterien (zum Beispiel aufgrund der dort vorhandenen Ausbreitungsgeschwindigkeit, einer hohen Hospitalisierungsrate, einer geringen Testrate bei gleichzeitig hoher Positivitätsrate oder aufgrund nicht ausreichend vorhandener oder verlässlicher epidemiologischer Daten) Anhaltspunkte eines gefährlichen Infektionsgeschehens vorliegen.

Möglich ist auch, dass es sich um ein Gebiet handelt, in dem festgestellt wurde, dass eine Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 vorhanden ist, die mit Eigenschaften eines erhöhten Risikos für die Gesundheit - wie z.B. erhöhte Transmissibilität oder Morbidität - einhergeht, von der jedoch zugleich von einer hinreichenden Schutzwirkung bei vollständiger Impfung oder Genesung ausgegangen werden kann.

Virusvarianten-Gebiete:

... sind Gebiete für die festgestellt wurde, dass dort eine bestimmte, in der Bundesrepublik Deutschland noch nicht verbreitete Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 mit besorgniserregenden Eigenschaften auftritt, bei der relevante Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass entweder bestimmte in der Europäischen Union zugelassene Impfstoffe oder eine vorherige Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 keinen oder nur einen eingeschränkten Schutz gegenüber dieser Variante aufweisen oder sie andere ähnlich schwerwiegende besorgniserregender Eigenschaften aufweist, insbesondere weil sie schwerere Krankheitsverläufe oder eine erhöhte Mortalität verursacht.

Gleiches gilt, wenn bezüglich der Virusvariante noch Ungewissheit im Hinblick auf die genannten Wirkungen besteht. Eine Verbreitung der Virusvariante in der Bundesrepublik Deutschland ist dann anzunehmen, wenn sie die in der Bundesrepublik Deutschland dominierende Virusvariante darstellt.

(Quelle: Robert-Koch-Institut)

1. Hochrisikogebiete:

Folgende Länder fallen derzeit in diese Kategorie:
  • Ägypten
  • Albanien
  • Armenien
  • Äthiopien
  • Barbados
  • Belarus
  • Belize
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bulgarien
  • Burundi
  • Costa Rica
  • Dominica
  • Estland
  • Georgien
  • Griechenland
  • Haiti
  • Iran
  • Irland
  • Jemen
  • Jordanien
  • Kamerun
  • Kongo
  • Korea (Demokratische Volksrepublik)
  • Kroatien
  • Laos
  • Lettland
  • Libyen
  • Liechtenstein
  • Litauen
  • Malaysia
  • Mauritius
  • Mexiko
  • Moldau
  • Mongolei
  • Montenegro
  • Niederlande - die überseeischen Gebiete Bonaire, Sint Eustatius, Saba 
  • Nordmazedonien
  • Österreich (mit Ausnahmen der Gemeinden Mittelberg und Jungholz und dem Rißtal)
  • Papua-Neuginea
  • Philippinen
  • Polen
  • Rumänien
  • Russische Föderation
  • Schweiz
  • Serbien
  • Seychellen
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Sudan
  • Syrische Arabische Republik
  • Tadschikistan
  • Tansania
  • Trinidad und Tobago
  • Tschechische Republik
  • Türkei
  • Turkmenistan
  • Ukraine
  • Ungarn
  • Venezuela, Bolivarische Republik
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland inkl. der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete 
  • Vietnam

2. Virusvarianten-Gebiete:

  • Botsuana (ab 28. November 2021)
  • Eswatini (ab 28. November 2021)
  • Lesotho (ab 28. November 2021)
  • Malawi (ab 28. November 2021)
  • Mosambik (ab 28. November 2021)
  • Namibia (ab 28. November 2021)
  • Simbabwe (ab 28. November 2021)
  • Südafrika (ab 28. November 2021)
Eine Aufstellung des Robert-Koch-Institut (RKI) mit allen Risikogebieten weltweit finden Sie hier.

Reiserückkehrer aus Hochrisiko- und Virusvarianten-Gebieten:

Seit dem 30. September gilt eine generelle Nachweispflicht. Die bedeutet, dass Personen ab zwölf Jahren grundsätzlich bei Einreise über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen müssen. Die generelle Nachweispflicht gilt unabhängig von der Art des Verkehrsmittels und unabhängig davon, ob ein Voraufenthalt in einem Hochrisiko- bzw. Virusvariantengebiet stattgefunden hat.
Reiserückkehrer müssen neue Regeln beachten: Es gibt nur noch eine Einstufung in Hochrisiko- und Virusvariantengebiete und wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht einen Test.
Daneben sind bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland nach einem Aufenthalt in einem ausländischen Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet eine spezielle Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflicht zu beachten.
Bei Einreise aus Virusvariantengebieten gilt - vorbehaltlich sehr eng begrenzter Ausnahmen - ein Beförderungsverbot für den Personenverkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug direkt aus diesen Ländern.
Einreisende müssen sich vor ihrer Ankunft in Deutschland auf https://www.einreiseanmeldung.de anmelden und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen. Weitere Informationen zur Coronavirus-Einreiseverordnung finden Sie hier.

Quarantäneregeln

Personen, die sich in einem Hochrisikogebiet aufgehalten haben, müssen sich grundsätzlich direkt nach Ankunft nach Hause begeben und zehn Tage in häusliche Quarantäne.
Die häusliche Quarantäne kann vorzeitig beendet werden, wenn ein Genesenennachweis, ein Impfnachweis oder ein negativer Testnachweis übermittelt wird. Die Quarantäne kann jeweils ab dem Zeitpunkt der Übermittlung beendet werden.
Nach Voraufenthalt in Hochrisikogebieten kann eine Testung frühestens fünf Tage nach Einreise vorgenommen werden. Geimpfte und Genesene müssen nicht in Quarantäne.
Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne 14 Tage und eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist grundsätzlich nicht möglich.

Was ist eine Reisewarnung?

Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich grundsätzlich direkt nach Ankunft nach Hause - oder in eine sonstige Beherbergung am Zielort - begeben und zehn Tage lang absondern (häusliche Quarantäne). Bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet beträgt die Absonderungszeit vierzehn Tage.
Mehr zu den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes finden Sie hier.
Quelle: dpa, ZDF

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