Bald erste Ergebnisse zu Corona-Impfstoff

30.10.2020 | 17:50 Uhr
Die Firma Biontech aus Mainz untersucht, wie wirksam der von ihr entwickelte Corona-Impfstoff ist. Erste Ergebnisse soll es in Kürze geben.
Quelle: ReutersBiontech fortscht an einem möglichen Covid-19-Impfstoff (Symbolbild).
Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech rechnet nach eigenen Angaben zeitnah mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen bei den laufenden Wirksamkeitstests seines Corona-Impfstoffkandidaten.
"Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir den ersten sogenannten Readout haben, wo wir sehen, ob der Impfstoff in der Lage ist zu schützen", sagte Biontech-Chef Ugur Sahin in einem Interview der Zeitungen der VRM.
Bis Mitte November werden wir nicht nur Aktivitäts-, sondern auch Verträglichkeitsdaten haben.
Ugur Sahin, Chef von Biontech
Sollten diese Daten positiv ausfallen, würden die Unterlagen bis Mitte November bei der US-Zulassungsbehörde FDA eingereicht.

Biontech in Kontakt mit Europäischer Arzneimittelagentur

Zudem stehe Biontech bereits mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) in einem sogenannten rollierenden Verfahren. "Das bedeutet, wir reichen, immer wenn wir neue Daten haben, bei der Behörde die Daten ein, sodass sie in Echtzeit überprüft werden können."
Diese Behörden könnten dann basierend auf diesen Ergebnissen über eine Notfallzulassung entscheiden. "Wenn die Genehmigung stattfindet, ist die nächste Frage: Können wir prinzipiell Impfstoff liefern?", erläuterte Sahin die weiteren Schritte.
Wir haben schon angefangen, Impfstoff zu produzieren. Der lagert bei uns, ist in den Qualitätskontrollen und noch nicht freigegeben.
Ugur Sahin, Chef von Biontech

Sahin: Immunität mindestens ein Jahr

Diese Freigabe würde nur dann erfolgen, wenn eine Genehmigung vorliege. "Diese Schritte können prinzipiell noch dieses Jahr erfolgen."
Zur möglichen Wirksamkeitsdauer eines Impfschutzes sagte Sahin, der mögliche Impfstoff ahme die natürliche Infektion nach. "Wir gehen davon aus, dass eine Immunität bestehen wird, die aus meiner Sicht mindestens ein Jahr anhalten wird. Dann wäre eine jährliche Nachimmunisierung erforderlich. Ich gehe davon aus, dass wir wahrscheinlich sogar länger warten können."
Quelle: dpa

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