: Freddie Mercury - der Mythos lebt weiter

24.11.2021 | 12:20 Uhr
Mit Welthits wie "We Will Rock You", "Radio Ga Ga" oder "Another One Bites The Dust" wurde er zur Legende. Vor 30 Jahren starb Freddie Mercury. Seine Musik begeistert noch heute.

Vor 30 Jahren starb Freddie Mercury

Er war einer der größten Stars der Musikgeschichte und er sang, bis er nicht mehr konnte: Vor 30 Jahren starb der legendäre Queen-Frontmann Freddie Mercury.

Quelle: dpa

Freddie Mercury ist immer noch bei jedem Queen-Konzert präsent. Wenn die Band, die inzwischen als Queen + Adam Lambert mit ihrem neuen Frontmann auf Tournee geht, den unsterblichen Klassiker "Bohemian Rhapsody" anstimmt, dann wird Mercury auf der Leinwand vom Band eingespielt. Ein echter Gänsehautmoment. Und der legendäre Sänger bekommt jedes Mal tosenden Applaus. 30 Jahre nach seinem frühen Tod ist Freddie Mercurys Popularität ungebrochen.
"Wenn ich nicht mehr singen kann, Darling, dann werde ich sterben, dann falle ich tot um", soll der an Aids erkrankte Mercury gesagt haben - wenige Monate, bevor er am 24. November 1991 in London an den Folgen einer Lungenentzündung starb. Das erzählt Anita Dobson, Ehefrau von Queen-Gitarrist Brian May, in der neuen BBC-Dokumentation "Freddie Mercury: The Final Act".
Er war einer der großen Superstars und wird noch immer verehrt. Freddie Mercury starb vor 30 Jahren und ist doch allgegenwärtig: Nicht nur im Radio, auch in Filmen und Musicals.

"Wird nicht leicht, mich zu ersetzen"

Von der großen Bühne zog sich Mercury bereits 1986 auf dem Höhepunkt zurück. Queens Mammutkonzert vor 120.000 Zuschauern im Knebworth Park ist sein letztes mit der Gruppe. Dass es eines Tages ohne ihn weiter gehen könnte, ahnt er.
Das ist der Überlebensinstinkt der Band. Wenn ich mal plötzlich nicht mehr da sein sollte, werden sie mich ersetzen.
Freddie Mercury
... sagte er Mitte der 80er in einem Interview und grinst. "Aber es wird nicht leicht, mich zu ersetzen." Er nimmt noch zwei komplette Alben mit seinen Bandkollegen auf.
Zu diesem Zeitpunkt weiß Mercury, dass ihm nur noch wenig Zeit bleibt. Seine schwindenden Kräfte nutzt der gesundheitlich schwer gezeichnete Musiker, um weitere Songs einzusingen, letztmals im Mai.
Über 16 Stunden lang spielten die Weltstars der internationalen Musikszene ein Endlos-Konzert um Geld für die Ärmsten in der Welt zu sammeln.

Musical bewegt Queen-Musiker zu Comeback

Nach dem Freddie-Mercury-Tribute-Konzert im April 1992, bei dem die verbleibenden Queen-Musiker im Wembley-Stadion mit Stars wie George Michael, Lisa Stansfield, Elton John und David Bowie auf der Bühne stehen, veröffentlichen Gitarrist May und Drummer Roger Taylor Soloalben. Bassist John Deacon setzt sich zur Ruhe.
Wir hatten nicht gedacht, dass wir noch einmal zusammen Musik machen.
Roger Taylor
Doch es kommt anders. Das Musical "We Will Rock You", das 2002 in London Premiere feiert, bewegt May und Taylor zum Umdenken.

Adam Lambert wird neues Queen-Mitglied

2009 treten Queen beim Finale der achten Staffel der Castingshow "American Idol" mit den beiden Finalisten Kris Allen und Adam Lambert auf. Allen gewinnt die Show, aber der stimmgewaltige, extravagante Lambert beeindruckt Queen.
Wie sein überlebensgroßer Vorgänger ist auch Adam Lambert ein Showman durch und durch. Ein Mercury-Nachahmer ist er nicht. Das hätten May und Taylor auch nicht gewollt.
Sie haben sofort klargemacht, dass ich mein eigenes Ding machen sollte.
Adam Lambert
"Die große Herausforderung war, es mir zu eigen zu machen, ohne mich zu weit vom Original zu entfernen, denn das würde sich auch nicht richtig anfühlen", sagte Lambert. So überzeugte der Sänger selbst skeptische Queen-Fans.

2022 auch in Deutschland

30 Jahre nach dem Tod von Freddie Mercury, der im September 75 geworden wäre, lebt sein Mythos weiter. Queen füllen immer noch die großen Hallen und treten gelegentlich sogar in Stadien auf. Für 2022 sind allein zehn Konzerte in der Londoner o2-Arena geplant, bei denen Freddie Mercury sicher wieder auf der Leinwand erscheint.
In Deutschland werden Queen + Adam Lambert in Berlin, Köln und München auftreten. Ganz nach dem alten Bandmotto: "The Show Must Go On".
Quelle: Philip Dethlefs, dpa

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