: Schwere Gewitter in und um Hamburg

04.08.2022 | 22:30 Uhr
Am zweitheißesten Tag des Jahres zogen schwere Unwetter über Hamburg und Teile Schleswig-Holsteins. Weitere Gewitter in Deutschland sind nicht ausgeschlossen.

In den letzten Tagen wurden in Deutschland wieder Temperaturen bis zu 40 Grad erreicht. Besonders für ältere Menschen und die Natur ist die Hitze eine Belastung

04.08.2022 | 01:28 min
Bei schweren Sommergewittern über Hamburg und dem Süden Schleswig-Holsteins haben Blitze mehrere Brände verursacht. Bei der Polizei gingen Meldungen über Sturmschäden, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer ein. Auch der Bahnverkehr wurde beeinträchtigt.
In Hamburg-Heimfeld schlug am frühen Donnerstagabend ein Blitz in den Dachfirst eines Mehrfamilienhauses. In Ellerbek im Kreis Pinneberg verursachte ein Blitzeinschlag einen Kellerbrand. Ein Restaurant in einem angrenzenden Gebäude sei vorsichtshalber evakuiert worden. Auch im Bereich Ostholstein, Lauenburg und Stormarn sei es zu zahlreichen Einsätzen gekommen. Verletzt worden sei nach ersten Erkenntnissen niemand.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für Hamburg nach Temperaturen von tagsüber über 30 Grad am frühen Abend vor heftigen Gewittern, schweren Sturmböen und Starkregen gewarnt - die Unwetterwarnung aber bereits nach einer halben Stunde wieder aufgehoben.

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03.08.2022 | 05:26 min

Wetterdienst warnt vor Starkregen und Sturmböen

Auch in anderen Teilen Deutschlands könnte es in der nacht zum Freitag "turbulent zur Sache gehen", teilte der DWD am Donnerstag mit. Von Frankreich und den Benelux-Ländern könnten demnach zum Teil starke Gewitter auf den Westen Deutschlands übergreifen.
Es drohten heftiger Starkregen und Sturmböen sowie anfangs auch Hagel. Laut Deutschen Wetterdienstes (DWD) können sich die Gewitter eventuell auch zu einem größeren Gewitterkomplex vereinen. Bis zum Freitagmorgen kommen die Gewitter demnach auch im Nordosten des Landes an. Außen vor bleibe die Südosthälfte, wo es noch längere Zeit klar sei.

Zweitheißester Tag des Jahres

Mit Temperaturen bis zu 39,6 Grad ist der Donnerstag der bislang zweitheißeste Tag des Jahres gewesen. Gemessen wurde der Höchstwert nach Angaben des DWD in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz.
Nur in Hamburg-Neuwiedenthal war es in diesem Jahr mit 40,1 Grad noch etwas wärmer. Der Hitzerekord für Deutschland liegt bei 41,2 Grad und wurde am 25. Juli 2019 in Nordrhein-Westfalen ermittelt.

Wie geht man am besten mit der Hitze um?

Wichtig ist es, ausreichend zu trinken und direkte Sonne sowie körperliche Anstrengungen zu vermeiden, wie Experten betonen. Auch soll die eigene Wohnung möglichst kühl gehalten werden.

Abkühlung im Westen am Freitag

Nach Temperaturen zwischen 34 und 39 Grad am Donnerstag kühlt eine Kaltfront am Freitag den Westen Deutschlands auf 20 bis 25 Grad ab. Im Südosten bleibt es hingegen heiß mit 30 bis knapp 35 Grad.
Für Freitagnachmittag und -abend rechnen die Meteorologen auch im Süden mit teils schweren Gewittern. Am Wochenende soll die Hitze dann überall ausgeräumt sein, die Temperaturen sollen dann zwischen 20 und 28 Grad liegen.
Quelle: dpa, AFP

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