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: Das interessiert Kinder und Jugendliche

von Michaela Waldow
21.06.2021 | 11:40 Uhr
13,7 Millionen Kinder und Jugendliche gibt es in Deutschland. Was beschäftigt sie? Daten zeigen: Pferde und Autos bleiben beliebt. Vorbilder sind vor allem Influencer.
Viele Schulkinder hinken schon in der ersten Klasse dem Lernstoff hinterher. Die Lücken beim Lesen, Schreiben und Rechnen sollen jetzt im Präsenzunterricht im Schnelldurchlauf aufgeholt werden, doch das stellt die Schulen vor schwierige Herausforderungen.
2019 gab es laut dem Statistischen Bundesamt in Deutschland insgesamt 13,7 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren - das sind etwa so viele, wie Bayern Einwohner hat. Bei einer Bevölkerungszahl von 83,02 Millionen ist das ein Anteil von 16,4 Prozent. Die meisten dieser Minderjährigen - 5,9 Millionen - sind zwischen sechs und 13 Jahre alt.
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Den größten Anteil der unter 16-Jährigen an der Bevölkerung gibt es im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg mit 17,72 Prozent. Am wenigsten unter 16-Jährige leben in Suhl (Thüringen) mit 11,13 Prozent. Deutschlandweit liegt der Mittelwert bei einem Anteil von 14,39 Prozent.
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Niedrige Betreuungsquote im Westen und stabile Schüleranzahl

In knapp 3,2 Millionen Familien mit Kindern unter elf Jahren waren 2019 beide Elternteile erwerbstätig. Bedeutet: Knapp 68 Prozent der Paarfamilien sind auf Hilfe bei der Kinderbetreuung angewiesen. Zwar sind über 100.000 Kinder bis drei Jahre in Nordrhein-Westfalen und Bayern in einer Kindertagesstätte untergebracht, die Betreuungsquote liegt hier aber trotzdem nur bei 29 Prozent. Damit liegen die beiden Länder auf den letzten Plätzen. Höher sind die Quoten durch die Bank in den ostdeutschen Bundesländern mit deutlich über 50 Prozent.
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10,9 Millionen Schüler wurden im Schuljahr 2019/2020 in Deutschland laut Statistischem Bundesamt an allgemeinbildenden, an beruflichen Schulen und an Schulen des Gesundheitswesens unterrichtet. Die Zahl der Schüler an allgemeinbildenden Schulen stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht (0,6 Prozent), an den beruflichen Schulen hingegen waren zwei Prozent weniger Schüler angemeldet.
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Sport in der Freizeit begeistert eher die Jungs

Anfang 2020 waren rund 7,3 Millionen Mädchen und Jungen, also gut die Hälfte der Kinder unter 18, in Deutschland Mitglied in einem Sportverein. Den größten Anteil haben dabei die Sieben- bis unter 15-Jährigen: 70,5 Prozent der insgesamt rund 5,9 Millionen Mädchen und Jungen dieser Altersgruppe waren in einem Verein angemeldet. In dieser Altersgruppe sind die Jungs besonders deutlich in der Überzahl.
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Sport ist bei den Jungs auch bei der Wahl der Vorbilder ein Thema: Während im Alter bis sechs Jahre Vorbilder aus Comics oder Serien genannt werden, werden Sportler ab dem elften Lebensjahr bei den Jungs wichtiger und ab 14 werden Sportler am häufigsten als Idol gesehen. Mädchen sehen ihre Leitbilder weiterhin in Serien, Influencer spielen bei beiden Gruppen ab elf Jahren eine große Rolle.
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Kein Klischee: Bei der Frage nach den Themen, für die sich die Vier- bis 13-Jährigen interessieren, gaben 84 Prozent der Mädchen an, ein Faible für Pferde zu haben. 82 Prozent der Jungs teilen das Interesse an PS, allerdings eher in Form von Autos und Rennsport.
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Schon früh erreichbar

Sieben Prozent der Sechs- bis Siebenjährigen besitzen ein eigenes Smartphone. Bei den 12- bis 13-Jährigen haben bereits zwei Drittel ein eigenes Mobiltelefon. Geht es bei den Kleinen noch um Erreichbarkeit, sind bei den älteren Kindern die meistgenutzten Funktionen: im Netz surfen, die Nutzung von Messengerdiensten und Musik hören.
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Was auch zur Realität von Kindern in Deutschland gehört: Sportvereine, Smartphones, Musikschule sind für ein Fünftel der Kinder in Deutschland nicht selbstverständlich. 21,3 Prozent oder 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Das Aufwachsen mit Einschränkungen wie einer beengten Wohnsituation ohne Rückzugsmöglichkeiten, fehlendes Geld für Schwimmbad, Essengehen, digitale Versorgung, Kultur, Sportvereine, Ausflüge oder Reisen hat Einfluss auf ihre Bildung und schränkt ihre Zukunftschancen erheblich ein.
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Das ZDF berichtet heute an einem Thementag über #KinderInDerPandemie. Mehr dazu:

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