: Weltraum-Kapsel von Asteroid zurückgekehrt

08.12.2020 | 12:08 Uhr
Sie war sechs Jahre und 5,2 Milliarden Kilometer unterwegs: Nun ist eine japanische Raumkapsel von einem Asteroiden zurückgekehrt - wohl mit 4,6 Milliarden Jahre altem Gestein.
Die japanische Sonde "Hayabusa2" brachte die Kapsel ins All.Quelle: DEPARTMENT OF DEFENCE/AP/dpa
Enthusiastisch haben Vertreter der japanischen Raumfahrtbehörde und Fans die Ankunft einer Kapsel mit Asteroid-Proben in Japan aufgenommen. Die dicht verschlossene und vorsichtig gelagerte Kapsel sei in einer Einrichtung der japanischen Weltraumforschungsbehörde in Sagamihara nahe Tokio eingetroffen, teilte diese am Dienstag mit.

5,2 Milliarden Kilometer durchs All

Ab nächster Woche können die Proben in der Kapsel untersucht werden. Das Raumfahrzeug "Hayabusa2" hatte die Proben des Bodens des Asteroiden Ryugu gesammelt.
Es ist wirklich wie ein Traum.
Yuichi Tsuda, Manager des Projekts "Hayabusa2"
"Nach 5,2 Milliarden Kilometern der Weltallreise, die sechs Jahre gedauert hat, ist die Kapsel zurückgekehrt und jetzt ist sie hier bei uns", freute sich Tsuda. Das Raumfahrzeug "Hayabusa2" hatte die Kapsel in einer Höhe von 220.000 Kilometern aus dem Weltall abgeworfen. Sie landete am Wochenende im australischen Outback und kam am Dienstag in Japan an.

Erkenntnisse über den Ursprung des Sonnensystems

Bei Analysen der Proben sollen Erkenntnisse über den Ursprung des Sonnensystems und das Leben auf der Erde gewonnen werden. "Ich will unbedingt herausfinden, ob die Proben wirklich drin sind und wie viel dort ist", sagte Makoto Yoshikawa, ein weiterer Manager des Projekts. "Sonst ist bislang alles perfekt."
In dieser Kiste landete das Asteroid-Gestein auf der Erde
Die Reise von "Hayabusa2" vom Asteroiden zurück nahm ein Jahr in Anspruch. Der Asteroid Ryugu befindet sich mehr als 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Wissenschaftlern zufolge enthalten die gesammelten Proben, insbesondere die, die von unter der Oberfläche des Asteroiden genommen wurden, 4,6 Milliarden Jahre altes Material.
"Sentinel 6 Michael Freilich" - der Satelllit soll heute abheben und die Meeresspiegel vermessen. Denn deren Anstieg ist eine steigende Gefahr.

Auch Nasa erhält Proben

Einige der Proben werden nach ersten Analysen in Japan mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa und anderen internationalen Forschern geteilt.
Quelle: AP

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