: Meteorologen warnen vor starken Regenfällen

12.07.2021 | 11:39 Uhr
Regen, Regen und nochmal Regen: Auch in der Nacht zum Dienstag soll es nass werden. Bis zu 70 Liter pro Quadratmeter kann es im Südwesten geben. Und das schlechte Wetter bleibt.
Am Vormittag bleibt es noch freundlich, dann wird es vor allem im Südwesten wieder nass.
Zu Beginn der neuen Woche erwartet die Menschen in großen Teilen Deutschlands wieder viel Regen. "Unwetter sind das Thema dieser Tage bis zum Donnerstag", sagte ZDF-Wetterexperte Benjamin Stöwe im Morgenmagazin. Schuld daran ist ein Tiefdruckgebiet, das an den britischen Inseln vorbei weiter Richtung Süden zieht. Das bringt kräftige Schauer und Gewitter.
Los geht es bereits am Montagnachmittag im Norden, aber vor allem im Westen.
Benjamin Stöwe
Vorhersage für Deutschland Dienstag, 13.07.2021Quelle: ZDF

Hartnäckiger Regen kommt

Besonders intensiv wird es dann über die Nacht werden. Richtung Hunsrück, Pfalz, Schwarzwald müsse man zwischen 50 und 70 Liter pro Quadratmeter alleine in der Nacht rechnen. "Während im Südosten gar nichts passiert", betonte Stöwe.
Da setzt etwas ein, gesteuert durch dieses Tiefdruckgebiet, was erstmal gar nicht mehr aufhören wird.
Benjamin Stöwe
Aussichten für Deutschland bis Freitag, 16.07.2021Quelle: ZDF

Hochwassergefahr steigt

In den Dauerregen-Regionen fallen die Temperaturen dem Wetterexperten zufolge unter 20 Grad. Das Tiefdruckgebiet ziehe nur sehr langsam ab. Deshalb sei erst Richtung Wochenende mit einer Besserung zu rechnen.
"Feststeckende Hochs und langsam ziehende Tiefs können Extremwetter auslösen. Der Jetstream verhält sich in der Klimakrise anders, Extremwetter nehmen zu", sagt ZDF-Meteorologe Özden Terli zur Wetterlage.
Erneut bewegt sich ein Tief sehr langsam über uns hinweg und hat viel Zeit, sich auszutoben. Es sind sehr große Regenmengen in drei Tagen zu erwarten. Lokal bis 200 Liter auf den Quadratmeter.
Özden Terli
Vorhersage Regenmenge für Deutschland bis Donnerstag, 15.07.2021Quelle: ZDF

Unwetterzentrale warnt vor Erdrutschen

Hochwasser und Überschwemmungen sind in der Folge ein Thema: "Gewitter verschärfen die Lage, denn dann kann es zu Überschwemmungen kommen, wenn an verschiedenen Orten das Wasser den Weg des geringsten Widerstandes sucht und lokal zusammenfließt". Einige Flüsse im Süden führen jetzt schon Hochwasser.
Auch die Unwetterzentrale prognostiziert sintflutartigen Regen vom Schwarzwald bis zur Eifel. Deshalb wird auch hier vor Überschwemmungen und Erdrutschen gewarnt.
Erst tagelanger Dauerregen, nun Hochwasser. In vielen Orten Süddeutschlands wurde der Katastrophenfall ausgerufen.
Quelle: ZDF

Extremes Wetter weltweit