: Zaun am US-Kapitol wird wieder aufgebaut

14.09.2021 | 07:27 Uhr
Erst vor wenigen Wochen wurde der Schutzzaun um das US-Kapitol abgebaut. Weil Trump-Anhänger erneut demonstrieren wollen, wird der Zaun jetzt wieder errichtet.
Der Sicherheitszaun vor dem US-Kapitol wird wieder aufgebaut. (Archivfoto)Quelle: dpa
Gut acht Monate nach der Erstürmung des Kapitols in Washington bereitet sich die Polizei dort auf eine weitere Demonstration durch Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump vor.
Die Kapitols-Polizei teilte am Montag mit, geplant sei, vorübergehend erneut einen Zaun rund um das Parlamentsgebäude zu errichten.

Pro-Trump Demonstration für Samstag geplant

Polizeichef Tom Manger kündigte an, das Recht auf friedlichen Protest werde geschützt. Unruhestifter sollten aber zu Hause bleiben.
Wir werden das Gesetz durchsetzen und keine Gewalt dulden.
Tom Manger, Chef der Kapitols-Polizei
Für Samstag ist eine Demonstration zur Unterstützung von Angeklagten angekündigt, die sich wegen der Erstürmung am 6. Januar vor Gericht verantworten müssen. Organisator ist ein früherer Mitarbeiter von Trumps Wahlkampfteam.

Kritik an Polizei nach Kapitol-Sturm

Der Zaun war nach der Erstürmung errichtet und erst im Juli wieder abgebaut worden. Mindestens fünf Menschen waren bei den Krawallen ums Leben gekommen, darunter ein Polizist.
Die Kapitols-Polizei war damals in die Kritik geraten, weil die Sicherheitskräfte des Parlaments den Angriff nicht abwehren konnten.
Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses geht den Hintergründen des Sturms auf das Kapitol im Januar nach. Dabei soll auch die Rolle des damalige Präsidenten Trump geklärt werden.

Hakenkreuz am Fahrzeug

In einer weiteren Mitteilung der Kapitols-Polizei hieß es, Sicherheitskräfte hätten am Montag in der Umgebung des Parlamentssitzes eines Mann festgenommen, in dessen Wagen eine Machete und ein Bajonett gefunden worden seien. Der 44-Jährige sei wegen unerlaubten Waffenbesitzes festgenommen worden.
Einem Polizisten sei das Fahrzeug aufgefallen, auf dem ein Hakenkreuz und andere rechtsextreme Symbole geprangt hätten. Statt eines Nummernschilds sei ein Bild einer US-Flagge angebracht gewesen.
Quelle: dpa, AP

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