: So ist die Lage in den Hochwassergebieten

19.05.2024 | 11:21 Uhr
Nach dem Hochwasser im Südwesten gehen die Aufräumarbeiten weiter. Erste Schäden werden sichtbar, für eine Einschätzung ist es laut den betroffenen Landkreisen aber noch zu früh.

Im Südwesten Deutschlands hat sich die Lage nach den heftigen Regenfällen entspannt, aber die entstandenen Schäden sind enorm. Und es wird erneut starker Regen gemeldet.

19.05.2024 | 01:58 min

Das Wichtigste in Kürze:

  • Lage in Hochwassergebieten im Südwesten entspannt sich leicht
  • Pegel sinken vielerorts
  • Schäden sollen begutachtet werden
  • Saarbrücken hebt Großschadenslage auf
  • Für die neue Woche warnt der DWD vor neuen Gewittern und Starkregenfällen
Die Lage im Hochwassergebiet im Saarland entspannt sich weiter. Ein Sprecher des saarländischen Innenministeriums sagte am Sonntag:
Die Pegelstände fallen nahezu überall und die Aufräumarbeiten beginnen.
Sprecher Innenministerium des Saarlands

"Lage unter Kontrolle"

Das genaue Ausmaß der Schäden sei noch unklar:
Wir sind erst noch in der Erkundung und müssen einen Überblick bekommen, das wird noch Wochen dauern, bis wir da eine verlässliche Summe nennen können.
Sprecher Innenministerium des Saarlands
Derweil seien die meisten Einsatzkräfte, die aus anderen Bundesländern zur Unterstützung gekommen waren, wieder abgereist. In Blieskastel wurde die historische Altstadt mit Pumpen vom Wasser befreit. "Das Wasser steht dort noch stiefelhoch, die Lage ist unter Kontrolle", sagte der Sprecher am Vormittag.

Die Hochwasserlage in Teilen Deutschlands hat sich etwas entspannt. Aufräumarbeiten haben begonnen. ZDF-Reporterin Susanne Freitag-Carteron berichtet über die Entwicklungen.

19.05.2024 | 01:18 min
ZDF-Korrespondentin Susanne Freitag-Carteron hatte am Samstagabend aus Blieskastel zum Thema Katastrophenmanagement berichtet: "Man hatte eigentlich von Anfang an den Eindruck, dass das sehr gut funktioniert." Die Einsatzkräfte seien sehr schnell bereit und "Tag und Nacht im Einsatz" gewesen. Es hätten auch viele Freiwillige mitgeholfen.

Dauerregen hat vor allem im Saarland zu massiven Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. ZDF-Reporterin Susanne Freitag-Carteron berichtet über die Lage.

18.05.2024 | 02:31 min

Hohe Schäden im Südwesten

Einen Einsatz gibt es am Sonntag noch in der Stadt Lebach am Rande des Hochwassergebiets. Dort soll im Laufe des Tages noch eine Weltkriegsbombe entschärft werden.
In Blieskastel kämpften Einsatzkräfte am Sonntagmorgen noch gegen das Hochwasser.Quelle: dpa
Enorme Regenmengen hatten im Saarland am Freitag und in der Nacht zum Samstag für Überflutungen, Erdrutsche und voraussichtlich hohe Schäden gesorgt. In der Landeshauptstadt Saarbrücken stand die Stadtautobahn unter Wasser und musste gesperrt werden. Auch ein Kohlekraftwerk im Saarland war überflutet worden, wie mehrere Medien berichteten.
Die saarländische Landeshauptstadt Saarbrücken als Untere Katastrophenschutzbehörde hatte die Großschadenslage nach den schweren Überschwemmungen aufgehoben. Die akuten Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen seien abgeschlossen und die Gewässerpegelstände weiterhin rückläufig, teilte die Pressestelle der Stadt am Samstagabend mit.

Die Situation hat sich nach dem Dauerregen der letzten Tage besonders im Saarland verschärft. Menschen mussten aufgrund von Überflutungen in Sicherheit gebracht werden.

18.05.2024 | 02:18 min

Scholz verspricht staatliche Hilfe

Auch im benachbarten Rheinland-Pfalz kam es zu Hochwasser. Viele kleinere Bäche und Flüsse traten über die Ufer. Im Landkreis Trier-Saarburg sei die Nacht ruhig verlaufen, die Pegel seien weiter gesunken, sagte eine Sprecherin des Landkreises am Sonntagmorgen. Deswegen habe das Lagezentrum über Nacht geschlossen werden und die ehrenamtlichen Einsatzkräfte nach Hause gehen können.
Nun stünden vor allem Aufräumarbeiten an. Am Samstag seien bereits Drohnen und ein Polizeihubschrauber in Teilen des Landkreises eingesetzt worden, um einen Überblick zur Lage etwa an der Riveristalsperre zu verschaffen, sagte die Sprecherin weiter. Auch am Sonntag sollten in den betroffenen Gebieten Drohnen zum Einsatz kommen.
ZDFheute Infografik
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Am Samstag hatte sich auch Bundeskanzler Olaf Scholz gemeinsam mit der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. In Gummistiefeln sprachen die beiden SPD-Politiker unter anderem in Kleinblittersdorf mit Betroffenen. Der Deutsche Wetterdienst hatte am frühen Samstagmorgen seine Unwetterwarnungen aufgehoben. Gleichwohl sei aber weiterhin mit heftigen Regenfällen und Gewitterschauern zu rechnen, hieß es.

Im Südwesten Deutschlands bleibt die Hochwasserlage angespannt. Bundeskanzler Scholz ist ins saarländische Krisengebiet gereist und hat den Betroffenen Unterstützung zugesagt.

18.05.2024 | 01:32 min
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Quelle: dpa, AFP, ZDF

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