: Russland droht USA mit "Konsequenzen"

24.06.2024 | 15:20 Uhr
Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die Halbinsel Krim sollen mindestens vier Menschen gestorben sein. Russland sieht eine Mitschuld bei den USA und droht mit Konsequenzen.

Moskau droht den USA nach einem mutmaßlich ukrainischen Raketenangriff auf der von Russland annektierten Krim. Washington sei als Waffenlieferant der Ukraine verantwortlich.

24.06.2024 | 01:33 min
Der Kreml hat den USA nach dem ukrainischen Raketenangriff auf die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Krim Konsequenzen angedroht.
"Es versteht sich, dass die unmittelbare Beteiligung der USA an Kampfhandlungen, in deren Ergebnis russische Zivilisten ums Leben kommen, nicht ohne Folgen bleiben kann", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

Kreml-Sprecher: "Barbarische Attacke"

Moskau wisse genau, wer hinter der "barbarischen Attacke" stecke. Es seien nicht die Ukrainer, die solch technisch komplizierte Raketen steuerten, hieß es weiter. Konkrete Folgen für die USA wollte er nicht nennen.
Das werde die Zeit zeigen, sagte Peskow und verwies auf Aussagen von Präsident Wladimir Putin während seiner Asien-Reise in der vergangenen Woche. Dort hatte der Kremlchef damit gedroht, die westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine seinerseits mit der Weitergabe von russischen Waffen und Technologien an Kräfte zu beantworten, die dem Westen feindlich gegenüberständen. Die Aussage traf er vor dem Hintergrund seiner Reise nach Nordkorea, wo Machthaber Kim Jong Un Atomwaffen entwickelt.

Die Atommächte Russland und Nordkorea haben nach Angaben von Kremlchef Putin gegenseitigen Beistand vereinbart - für den Fall eines militärischen Angriffs durch einen Drittstaat.

19.06.2024 | 02:59 min

Moskau bestellt US-Botschafterin ein

Wegen des Raketenangriffs mit vier Toten und mehr als 150 Verletzten bestellte das russische Außenministerium auch die US-Botschafterin in Moskau, Lynne Tracy, ein. Washington trage nicht nur wegen seiner Waffenlieferungen an Kiew, sondern auch weil US-Spezialisten diese Raketen steuern würden, genau so wie die Ukraine die Verantwortung für diese Taten, hieß es in einer Mitteilung dazu.
Peskow beklagte zudem, dass nach den Anschlägen im Kaukasus im Kreml kein Beileidstelegramm aus den in Moskau als "unfreundliche Staaten" eingestuften Ländern - dazu zählen neben den USA unter anderem Länder der EU - eingegangen sei. Einen Auftritt Putins zu den Anschlägen oder auch zu dem Raketenangriff auf Sewastopol wird es Peskows Angaben nach allerdings auch nicht geben. Die Beileidsbekundungen an die Hinterbliebenen richtete Putin so nicht persönlich, sondern lediglich über seinen Pressesprecher aus.
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Quelle: dpa

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