: Biden: Wollen keinen Kalten Krieg mit China

21.09.2021 | 18:12 Uhr
Vor den UN hat US-Präsident Biden für eine verstärkte globale Zusammenarbeit geworben. Mit Blick auf China sprach er sich gegen einen Kurs der Konfrontation aus.
US-Präsident Biden hat seine erste Rede vor der UN-Vollversammlung gehalten.
US-Präsident Joe Biden hat erneut klargestellt, dass die USA keinen Konflikt mit China beabsichtigen. "Wir streben keinen neuen Kalten Krieg an", sagte Biden am Dienstag bei seiner ersten Rede vor der UN-Vollversammlung als US-Präsident. Die Vereinigten Staaten wollten keine Spaltung der Welt in starre Blöcke.
Die großen Mächte der Welt hätten die Verantwortung, ihre internationalen Beziehungen achtsam zu gestalten. "Also kippen wir nicht von einem verantwortungsvollen Wettbewerb in einen Konflikt." Der US-Präsident nannte China dabei nicht explizit. 

Biden sieht China als mächtigsten Rivalen

Biden stellte aber klar, die USA seien bereit für harten Wettbewerb, stünden Partnern und Verbündeten zur Seite und stellten sich allen Versuchen stärkerer Länder entgegen, schwächere Länder zu dominieren.
Der US-Präsident sieht China als die größte geopolitische Herausforderung an und will ein internationales Bündnis gegen das wirtschaftlich und militärisch aufstrebenden Land schmieden.
ZDF-Korrespondent Johannes Hano erklärt, was Bidens Rede für Europa und Deutschland bedeutet.
Biden bekräftigte zudem den Willen der USA zu einer Zusammenarbeit mit historischen Partnern.
Unsere Sicherheit, unser Wohlstand und unsere Freiheiten sind in meinen Augen so sehr miteinander verbunden wie nie zuvor.
Joe Biden vor den UN
"Deswegen müssen wir zusammenarbeiten wie nie zuvor."

Biden: USA wollen Klimahilfen verdoppeln

Als Herausforderungen nannte Biden unter anderem die Corona-Pandemie und den Klimawandel. Er kündigte an, dass die USA ihre Klimahilfen für ärmere Länder verdoppeln wollen. Das werde die USA zu einem Vorreiter bei den internationalen Ausgaben für den Klimaschutz machen.
Das Zentrum der amerikanischen Windenergie liegt nicht etwa im liberalen Kalifornien, sondern im konservativen Texas. Hier ist man inzwischen vom Nutzen überzeugt.
Zusammen mit der Staatengemeinschaft und anderen Gebern könne so das Ziel, 100 Milliarden Dollar jährlich zur Unterstützung von Entwicklungsländern bereitzustellen, erreicht werden. Im April hatte Biden eine Erhöhung der Klimahilfen auf 5,7 Milliarden Dollar (4,9 Milliarden Euro) pro Jahr angekündigt. Die Klimahilfen für Entwicklungsländer sind ein wichtiger Bestandteil der internationalen Strategie im Kampf gegen die Erderwärmung.

Biden will unerbittliche Diplomatie in Afghanistan

Das Ende des Afghanistan-Einsatzes bezeichnete Biden als Start einer neuen Ära der Diplomatie anstelle von militärischen Interventionen. "Während wir diese Zeit des unerbittlichen Krieges beenden, eröffnen wir eine neue Ära der unerbittlichen Diplomatie", sagte Biden. Militärische Gewalt dürfe lediglich als letztes Mittel genutzt werden.
Quelle: dpa

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