Schnellere Impfungen für Lehrkräfte

22.02.2021 | 19:23 Uhr
Bund und Länder sind sich einig über schnellere Impfungen für Kita-Personal und Lehrkräfte. Auch eine Hochstufung in Prioritätsgruppe zwei ist vereinbart worden.
Die Inzidenz steigt wieder – aber die Politik will lockern. Eine Reaktion auf wachsenden Unmut in der Bevölkerung? ZDF-Korrespondentin Shakuntala Banerjee mit einer Einschätzung.
Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sollen - wie vielfach gefordert - schneller gegen das Coronavirus geimpft werden als bislang vorgesehen. Darauf verständigten sich Bund und Länder bei der Gesundheitsministerkonferenz, wie deren Vorsitzender Klaus Holetschek (CSU) im Anschluss mitteilte.

Lehrer und Erzieher in Prioritätsgruppe zwei

Sie sollen nun in der Impfverordnung in Prioritätsgruppe zwei statt in Gruppe drei eingestuft werden.
Die Bundesländer haben sich ohne Gegenstimmen für diese neue Regelung ausgesprochen.
Klaus Holetschek, bayerischer Ressortchef
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe zugesichert, die Änderung im Schnellverfahren möglichst bis Mitte dieser Woche schon in die Corona-Impfverordnung aufzunehmen.
In Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen sowie in Schulen komme es zu zahlreichen Kontakten von Menschen aus unterschiedlichen Haushalten, hieß es zur Begründung.

Baden-Württemberg

Ab 22. Februar starten in Baden-Württemberg erst mal Grundschüler und Abschlussjahrgänge mit dem Unterricht - im Wechselmodell. Alle anderen Jahrgänge lernen erstmal weiter von zuhause aus.

Bayern

Grundschulen können in Bayern ab dem 22. Februar mit Wechselunterricht starten - aber nur in Landkreisen und Städten, in denen es weniger als 100 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gibt. Auch Abschlussklassen können wieder in die Schule kommen. Alle anderen Jahrgänge lernen erstmal weiter von zuhause.

Berlin

Auch in Berlin machen die Grundschulen den Anfang. Die Grundschüler gehen ab 22. Februar abwechselnd in die Schule. Außerdem sollen Lehrer und Schüler zweimal pro Woche mit Schnelltests auf das Coronavirus getestet werden. Alle anderen Jahrgänge lernen erstmal weiter von zuhause aus.

Brandenburg

In Brandenburg haben Grundschulen ab 22. Februar wieder auf. Alle anderen Jahrgänge lernen erstmal weiter von zuhause aus.

Bremen

In Bremen waren die Schulen schon in den vergangenen Monaten weiter offen - die Schülerinnen und Schüler durften aber auch von zuhause aus lernen. Es gab also keine Präsenzpflicht. Momentan überlegen die Politikerinnen und Politiker in Bremen noch, ob sie etwas ändern müssen oder ob erst mal alles so bleibt wie die ganze Zeit schon.

Hamburg

Zurück in die Schule geht es für die Hamburger Kinder wohl erst nach den Ferien am 15. März. Die Frühjahrsferien starten schon am 1. März - davor noch für ein paar Tage die Schulen zu öffnen, das will der Hamburger Bürgermeister offenbar nicht riskieren.

Hessen

Die Klassen 1 bis 6 dürfen ab 22. Februar in Hessen wieder in die Schule - in abwechselnden Gruppen. Alle anderen Klassen sollen bis zu den Osterferien erst mal weiter von zuhause aus lernen. Nur für Abschlussklassen gibt es Ausnahmen.

Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gehen Grundschüler ab dem 22. Februar wieder zur Schule. Die Schulen sollen allerdings nur in den Städten und Landkreisen öffnen dürfen, in denen die Neuansteckungen unter 50 liegen. Alle anderen Klassenstufen sollen erstmal weiterhin von zuhause aus lernen.

Niedersachsen

In Niedersachsen sollen alle Klassen ab Anfang März wieder in die Schule gehen können - allerdings immer nur halbe Klassen im Wechsel. Und auch nur, wenn die Neuansteckungen sich weiter gut entwickeln und nicht plötzlich wieder ansteigen.

Nordrhein-Westfalen

Ab dem 22. Februar gehen Grundschüler und Förderschüler in NRW wieder abwechselnd in die Schule.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gehen die Grundschüler ab dem 22. Februar wieder zur Schule - allerdings immer nur eine Hälfte der Klasse im Wechsel. Alle anderen Jahrgänge lernen erstmal weiter von zuhause aus.

Saarland

Auch im Saarland geht für Grundschüler ab dem 22. Februar der Wechselunterricht los. Alle anderen Jahrgänge lernen erstmal weiter von zuhause aus.

Sachsen

In Sachsen haben Grundschulen schon seit dem 15. Februar eingeschränkt wieder auf. Allerdings können die Eltern selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken wollen oder lieber zuhause lernen lassen. Alle anderen Jahrgänge lernen erst mal weiter von zuhause aus.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sollen die Schulen erst ab dem 1. März nach und nach wieder öffnen.

Schleswig-Holstein

Ab dem 22. Februar gehen in Schleswig-Holstein Grundschüler wieder in die Schule. Alle anderen Jahrgänge lernen erst mal weiter von zuhause aus.

Thüringen

In Thüringen wollen die Politikerinnen und Politiker noch abwarten, wie sich die Infektionszahlen entwickeln. Gut für Schulöffnungen sieht es aus, wenn es in Thüringen weniger als 100 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gibt.
"Für Krippen- und Kita-Kinder sowie Grund- und Förderschüler ist es eine besondere Herausforderung, die notwendigen Hygieneregeln wie Abstand halten und Maske tragen vorschriftsmäßig einzuhalten", erklärte dazu Holetschek. "Deswegen müssen wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich besonders schützen."
Quelle: AFP

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