: Wüstner über AKK: "Sie muss liefern"

28.01.2020 | 09:17 Uhr
"Das ist die kleinste Bundeswehr aller Zeiten vor den größten Herausforderungen", sagt der Chef des Bundeswehrverbandes, Wüstner, im ZDF-Morgenmagazin. Und es gebe viel zu tun.
Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, André Wüstner, hat Lücken bei Ausrüstung, Personal und Infrastruktur in der Bundeswehr kritisiert. Intern komme es zwar gut an, dass Uniformierte seit Januar kostenlos Bahn fahren dürfen - das sei aber nicht der Kern, sagte Wüstner. Im Einsatz gehe es aber um gute Ausbildung und Ausrüstung. Da fehle es nach wie vor an vielem, ebenso wie an einer effizienten Verwaltung.
Viele in der Truppe hofften, dass Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) 2020 "die richtigen Weichen stellt und beschleunigt" - damit die zusätzlichen Milliarden aus dem Haushalt auch spürbar ankommen. Wüstner attestierte AKK auch, die Dinge schnell anzugehen. Aber in diesem Jahr komme es darauf an: "Sie muss liefern", sagte der Chef des Bundeswehrverbandes.

Wehrbericht wird vorgestellt

Angesichts weltweiter Krisen reiche es nicht aus, "wenn wir uns im Schneckentempo bewegen", sagte Wüstner mit Bezug auf den jährlichen Wehrbericht, den der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, am Dienstagvormittag vorstellt.
Zudem müsse Rechtsextremismus weiter bekämpft werden, sagte Wüstner im ZDF weiter. Gut 550 Verdachtsfälle soll es laut dem Militärischen Abschirmdienst geben - besonders stark betroffen ist das Kommando Spezialkräfte (KSK). Bei 250.000 Soldaten und Soldatinnen und 20.000 Zu- und Abgängen pro Jahr bewege sich die Zahl indes "im Promillebereich", so Wüstner. Gleichwohl sei jeder Verdachtsfall einer zu viel. Es sei gut, dass mittlerweile mehr auf Prävention und Bildung gesetzt werde.
Quelle: ZDF

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