: Lukaschenko stolzer Gast bei Xi Jinping

01.03.2023 | 22:35 Uhr
Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko sucht beim Staatsbesuch in China den Schulterschluss mit Xi Jinping - und lobt den Friedensplan des chinesischen Staatschefs.
Alexander Lukaschenko und Xi Jinping beim Staatsbesuch in Peking.Quelle: epa
China und Belarus wollen ihre Beziehungen weiter stärken. Die Freundschaft beider Staaten sei "unzerbrechlich", sagte der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping am Mittwoch laut dem chinesischen Staatsfernsehen bei einem Treffen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko in Peking.
China sei bereit, mit Belarus zusammenzuarbeiten, "um die gesunde und stabile Entwicklung der bilateralen Beziehungen auf hohem Niveau zu fördern", sagte Xi demnach weiter. Auch Lukaschenko sprach sich für weitere Kooperationen aus und lobte dabei den chinesischen Präsidenten überschwänglich:
Ich glaube fest daran, dass China unter der starken Führung von Präsident Xi Jinping weiterhin neue und brillante Erfolge erzielen wird.
Alexander Lukaschenko, Staatschef Belarus

Lukaschenko: Chinas Papier zu Ukraine "origineller Schritt"

Die Visite des Verbündeten von Russlands Präsident Wladimir Putin erfolgt wenige Tage nach der Vorlage des chinesischen Positionspapiers zum Ukraine-Konflikt. Lukaschenko machte seine uneingeschränkte Unterstützung für das chinesische Positionspapier zum Ukraine-Krieg deutlich. Belarus "unterstützt die Initiative zur internationalen Sicherheit, die Sie vorgelegt haben, voll", sagte Lukaschenko zu Xi.
Nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua erklärte der belarussische Machthaber außerdem, Chinas Positionierung zum Konflikt in der Ukraine sei "ein Zeugnis seiner friedlichen Außenpolitik sowie ein neuer und origineller Schritt, der eine weitreichende Wirkung überall auf der Welt haben wird."
Die Opposition in Belarus gibt nicht auf:

30.05.2021 | 02:38 min
Der Westen hatte auf das kürzlich vorgelegte chinesische Zwölf-Punkte-Papier mit Skepsis reagiert. Peking fordert darin beide Seiten zu Verhandlungen auf und stellt sich selbst als neutral dar. China hat den Angriffskrieg Russlands bislang nicht verurteilt, aber auch Vorwürfe zurückgewiesen, an Russland Waffen liefern zu wollen.

Xi fordert "nachhaltige europäische Sicherheitsarchitektur"

Das Treffen mit Xi finde in einer "schwierigen Zeit statt, die nach neuen, unorthodoxen Ansätzen und vernünftigen politischen Entscheidungen ruft", sagte Lukaschenko. "Sie sollten zu allererst darauf abzielen, ein Abgleiten in eine globale Konfrontation zu verhindern, die keine Gewinner sehen wird", führte er fort.
Xi sagte nach chinesischen Angaben bei dem Treffen, dass die Parteien "alle Mentalität des Kalten Krieges" ablegen und an einer "ausgewogenen, wirkungsvollen und nachhaltigen europäischen Sicherheitsarchitektur" arbeiten sollten.
Die beteiligten Länder sollten aufhören, "zu politisieren und die Weltwirtschaft zu instrumentalisieren und tatsächlich Dinge tun, die bei einer Waffenruhe, einer Beendigung des Krieges und einer friedlichen Beilegung der Krise helfen".
Zum Auftakt seiner Gespräche war Lukaschenko am Mittwoch mit Chinas Regierungschef Li Keqiang zusammengetroffen.
Quelle: dpa, AFP

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