: Grüne fordern fünf rasche Schritte

11.01.2021 | 16:32 Uhr
Angesichts der angespannten Corona-Lage fordert Grünen-Chefin Annalena Baerbock einen rasch umzusetzenden Fünf-Punkte-Plan der Bundesregierung. Die Forderungen im Überblick.
Im Superwahljahr 2021 wollen auch die Grünen früh ihr programmatisches Profil schärfen. Thematische Schwerpunkte hat der Vorstand jetzt in einer Klausur formuliert.
Die Grünen wollen das Coronavirus mit fünf neuen Maßnahmen aufhalten. Es sei Schlimmstes zu befürchten, sagte Parteichefin Annalena Baerbock nach einer mehrtägigen digitalen Jahresauftaktklausur des Parteivorstands insbesondere mit Blick auf möglicherweise ansteckendere Virusmutationen.
Wir haben keine Tage zu verlieren.
Annalena Baerbock
Schon vor den für den 25. Januar geplanten nächsten Corona-Beratungen von Bund und Ländern müsse gehandelt werden.

Fünf rasche Schritte

  • So müsse Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) das Arbeitsschutzgesetz nutzen, um wo immer möglich die Arbeit im Home Office anzuordnen. Es sei der Bevölkerung nur schwer erklärbar, dass Menschen weiterhin im Großraumbüro arbeiteten, während die Kinder nicht in die Schule dürften, sagte Baerbock.
  • Zudem soll der Staat die Bevölkerung komplett mit den besonders sicheren FFP2-Masken ausstatten.
  • Für Züge solle eine Reservierungspflicht eingeführt werden, um Abstand zwischen den Passagieren sicherzustellen, verlangte sie.
  • Das Gesundheitsministerium müsse außerdem Corona-Schnelltests auch für zuhause ermöglichen.
  • Schließlich müssten die Impfungen beschleunigt werden. Dazu sollten die Behörden Menschen für Impftermine kontaktieren, "damit sie nicht stundenlang in Hotlines hängen", mobile Impfteams losschicken und Aufklärungskampagnen starten.
Quelle: dpa

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