: Hausärzte: Volksfeste trotz Corona vertretbar

17.09.2022 | 01:36 Uhr
Die Corona-Lage sei aktuell "gut beherrschbar", sagt der frühere Hausärzte-Chef Ulrich Weigeldt und erklärt, dass "Volksfeste zum Leben der Menschen" dazugehören.

Trotz leicht steigender Corona-Zahlen halten Hausärzte in Deutschland Volksfeste für vertretbar. In München beginnt nach zwei Jahren Corona-Pause wieder das Oktoberfest.

17.09.2022 | 00:22 min
Die Hausärzte in Deutschland halten die Volksfeste im Herbst angesichts der aktuellen Corona-Situation für vertretbar. "Die Corona-Lage ist aktuell gut beherrschbar", sagte Ulrich Weigeldt, ehemaliger Vorsitzender des Hausärzteverbands, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND).
Zwar sei davon auszugehen, dass die Infektionszahlen im Herbst wieder steigen, allerdings sei die Ausgangssituation in diesem Jahr "viel besser" als in den vorangegangenen Pandemie-Jahren.

Weigeldt: Volksfeste Teil des Lebens

"Zum einen führt die aktuell dominante Omikron-Variante zu deutlich milderen Verläufen, außerdem besteht in der Bevölkerung durch die Impfungen sowie durchgemachte Infektionen eine viel breitere Immunität", sagte Weigeldt. "Genau wie der Restaurant- oder Kneipenbesuch, gehören Volksfeste zum Leben der Menschen dazu", betonte er.
In München hat am heutigen Samstag nach zwei Jahren Corona-Pause das 187. Oktoberfest begonnen. In den kommenden Wochen stehen noch viele weitere Volksfeste an.
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Weigeldt rechnet damit, dass die Zahl der Erkrankungen im Herbst wieder zunehmen wird - das gelte nicht nur für Corona, sondern auch für die Grippe. "Holen Sie sich die Grippeimpfung und updaten Sie, sofern Sie mit der Impfung dran sind, rechtzeitig Ihren Corona-Schutz", empfiehlt der Mediziner. "Das ist die effektivste Maßnahme gegen schwere Verläufe."
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Aufruf zur Viertimpfung

Gleichzeitig müsse die Impfkampagne wieder zum Laufen gebracht werden.
Insbesondere stärker gefährdete Gruppen sollten sich zeitnah mit einer vierten Impfung schützen, riet Weigeldt. Auch gebe es noch große Impflücken beispielsweise bei der ersten Auffrischungsimpfung.
Quelle: dpa, AFP

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