: Impfempfehlung nur für vorerkrankte Kinder

10.06.2021 | 16:18 Uhr
Die Ständige Impfkommission spricht sich bei den Corona-Impfungen gegen eine generelle Empfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren aus.
Die Ständige Impfkommission empfiehlt Impfungen vor allem für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Nach ärztlicher Aufklärung und auf individuellen Wunsch ist eine Impfung gegen Covid19 aber auch für gesunde Kinder und Jugendliche möglich.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich gegen eine generelle Empfehlung der Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Das gab die Stiko am Donnerstag bekannt.
Empfohlen wird der Einsatz des Biontech-Impfstoffs Comirnaty nur Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung angenommen wird. Laut Stiko gilt das für etwa 379.000 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hatte die Altersgrenze für die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer auf zwölf Jahre gesenkt.
Empfehlung der Stiko
Zu den Krankheitsbildern, bei denen eine Impfung empfohlen wird, zählen unter anderem Adipositas, Immunsuppression, Herzfehler, chronische Lungenerkrankungen, Diabetes sowie Trisomie 21.

Corona-Impfung trotz gegenteiliger Empfehlung möglich

Die Empfehlung der Stiko heißt nicht, dass Kinder und Jugendliche sich nicht impfen lassen können. Nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch ist die Corona-Impfung möglich.
Besorgte Eltern auf der Suche nach Rat - keine Seltenheit in deutschen Hausarztpraxen.
Neben der Impfung von Jugendlichen mit Vorerkrankung empfiehlt die Stiko auch eine Impfung von Kindern und Jugendlichen, in deren Umfeld sich Angehörige oder Kontaktpersonen befinden, die eine hohe Gefährdung für einen schweren Covid-19-Verlauf haben, aber selbst nicht geimpft werden können. Wie bei Erwachsenen sollen auch Kinder und Jugendlichen zwei Dosen des Corona-Impfstoffs im Abstand von drei bis sechs Wochen verabreicht werden.
Quelle: dpa, epd

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