: 2G, Testen, Masken: Was jetzt wo gilt

01.12.2021 | 22:00 Uhr
Viele Bundesländer verschärfen weiter die Corona-Regeln. Wie sieht es jetzt in Ihrem Bundesland aus? Was ist erlaubt und für wen? Was verboten? Ein Überblick.
Wer sich ab heute mit Bussen und Bahnen fortbewegt, muss sich an die 3G-Regel halten. Bei Nichteinhaltung drohen das Ende der Fahrt und ein hohes Bußgeld.
Die Corona-Zahlen steigen weiter rasant, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gehen die Länder sehr unterschiedliche Wege. Sei es die Anwendung der 2G-Regel, das Testen oder die Regeln in Schulen: ein Überblick.

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gelten seit dem 24. November schärfere Corona-Regeln. Es wurde die neue Alarmstufe II mit weiteren Beschränkungen ausgelöst:
  • Diese greift ab einer landesweiten Intensivbetten-Auslastung von 450 Corona-Patienten oder ab einer Sieben-Tages-Hospitalisierungsinzidenz von 6.
  • In dieser gilt 2G-plus bei Veranstaltungen, auf Weihnachtsmärkten, bei körpernahen Dienstleistungen und in Diskotheken.
  • Zusätzlich gelten in Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 500 Ausgangsbeschränkungen für Nichtgeimpfte von 21 bis 5 Uhr; Ausnahmen davon gibt es nur bei Nachweis triftiger Gründe.
  • Im Einzelhandel gilt bei dieser Inzidenz grundsätzlich 2G; ausgenommen davon ist die Grundversorgung.
  • Für Friseurdienstleistungen gilt in beiden Alarmstufen eine 3G-Pflicht mit PCR-Tests.
  • Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte werden ab der ersten Alarmstufe auf 50 Prozent der Kapazität begrenzt.
  • In Hotels gilt für touristische Übernachtungen bereits ab der Alarmstufe 2G, bei geschäftlichen Übernachtungen 3G.
Freizeit-, Kultur und Sportveranstaltungen sollen in Baden-Württemberg wegen der sich zuspitzenden Corona-Pandemie verboten oder zumindest deutlich beschränkt werden - auch für Geimpfte. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kündigte entsprechende Schritte an.

Was bedeuten 3G, 2G, 2G-plus und Co?

Quelle: ZDF/Reuters

Bayern

Im Freistaat gelten seit dem 24. November strikte Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte: Nur noch bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen sich treffen. Ausgenommen sind Kinder unter zwölf, Geimpfte und Genesene. Außerdem:
Zudem gilt dann quasi flächendeckend die 2G-Regel:
  • Zu Friseuren, Hochschulen, Musik-, Fahr- und Volkshochschulen sowie Bibliotheken haben nur noch Geimpfte und Genesene Zugang.
Für viele Bereiche gilt sogar 2G plus:
  • Etwa für Kultur- und Sportveranstaltungen, Messen und Tagungen sowie Freizeiteinrichtungen aller Art benötigen Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest.
In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1.000 müssen die Gastronomie, Hotels, Sport- und Kulturstätten schließen; Freizeit-, Sport- und Kulturevents aller Art werden untersagt. Friseure dürfen jedoch offen bleiben. Landesweit geöffnet bleiben Schulen und Kitas sowie der Handel. Einzige Beschränkung in Geschäften: Maximal eine Person auf 10 Quadratmeter ist zulässig; bei einer Inzidenz über 1.000 maximal eine Person auf 20 Quadratmeter.
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Berlin

In der Hauptstadt haben seit Samstag, 27. November, zu den meisten Geschäften nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Ausgenommen ist der Zugang zur Grundversorgung, wie zum Beispiel in Supermärkten, Drogerien und Apotheken.
Gleichzeitig gelten in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens nun zusätzliche Vorgaben (2G plus):
  • Überall da, wo im Moment 2G greift, also etwa im Kultur- und Freizeitbereich, besteht grundsätzlich Maskenpflicht; auch in Hotels.
  • In der Innengastronomie gilt jetzt schon 2G plus.
  • Bei körpernahen Dienstleistungen wie Friseuren können die Betreiber entscheiden, ob sie zusätzlich zu 2G eine Masken- oder eine Testpflicht anordnen.
  • Bei Sportangeboten in geschlossenen Räumen gilt nach Wahl der Verantwortlichen vor Ort ein Abstandsgebot oder Testpflicht. 
Die Weihnachtsmärkte in Berlin dürfen vorerst weiter öffnen unter 2G-Bedingungen. Wie bisher schon gilt Maskenpflicht für Besucher.

Brandenburg

In Brandenburg gelten seit dem 24. November deutlich schärfere Corona-Bestimmungen.
  • Einkaufen wird für Ungeimpfte schwieriger: Die 2G-Regel wird auf den Einzelhandel ausgeweitet. Ausnahmen bilden Supermärkte und andere Läden des notwendigen Bedarfs wie etwa Apotheken, Drogerien oder Banken. Diese neue Regel erlaubt den Zugang nur Geimpften und Genesenen, nicht aber Getesteten.
  • In Gaststätten, Theatern, Kinos, Konzerthäusern und Freizeitbädern gilt die 2G-Regel bereits.
  • Die Weihnachtsmärkte müssen schließen
  • Kontaktbeschränkungen: Wer nicht geimpft ist, kann sich nur noch mit Angehörigen des eigenen Haushalts und eines weiteren Haushalts oder mit insgesamt bis zu fünf Menschen treffen.
  • Die Weihnachtsferien werden um drei Tage vorverlegt, letzter Schultag ist der 17. Dezember.
  • Die Präsenzpflicht in Schulen wird aufgehoben. Dennoch sollen Kitas und Schulen offen bleiben.

Bremen

Auch das kleinste Bundesland hat seine Corona-Verordnung verschärft, seit dem 25. November besteht eine höhere Warnstufe.
  • Die 2G-Regel gilt im Innenbereich für Veranstaltungen, Gastronomie, Kultureinrichtungen und Sportstätten.
  • Die Maskenpflicht gilt nicht nur im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel, sondern in allen weiteren Innenräumen.
  • Zudem muss außerhalb der eigenen Wohnung der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden, außer innerhalb der Familie, bei Gruppen bis zehn Personen und Kindern bis 14 Jahren. (Bei Anwendung der 2G-Regel entfällt die Abstandspflicht.)
  • Unter freiem Himmel läuft der Bremer Weihnachtsmarkt weiter. Aber auch dort sind Essen und Trinken nur nach 2G-Regel zu haben.
Bremen - das Bundesland mit der höchsten Impfquote hat seine Impfstellen sind über die Stadt verteilt. Auch ein neues Zentrum ist geplant.

Hamburg

In Hamburg gilt die 2G-Regel ab 4. Dezember auch für den Einzelhandel. Kunden müssen dort einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Ungeimpfte können somit nur noch in Geschäften des täglichen Bedarfs einkaufen.
Für Clubs gilt ab 4. Dezember das 2G-plus-Modell - Besucher müssen zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen. Auch für Großveranstaltungen kündigte die Stadt Neuregelungen an.
  • Die 2G-Regel gilt in Hamburg bereits seit dem 29. November für Gastronomie, Hotels sowie für Theater, Kinos und Freizeiteinrichtungen.
  • Gleiches gilt für Sport in geschlossenen Räumen, für Freizeitchöre und Orchester sowie für körpernahe Dienstleistungen - bis auf Friseurläden, Fußpflege und medizinische Behandlungen.
  • Dort sind Besuche unter 3G-Regeln möglich, also auch mit einem negativen Test.

Hessen

Die neue Corona-Verordnung des Landes Hessen trat am 25. November in Kraft. Wegen der kritischen Lage und teils voller Intensivstationen gelten ab 5. Dezember schärfere:
  • Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte: Ab sofort dürfen sich maximal zwei Hausstände im öffentlichen Raum treffen, dies gilt auch als Empfehlung für den privaten Raum.
  • 2G im Einzelhandel - außer in Läden zur Grundversorgung. Dazu zählen etwa Supermärkte, Drogerien und Apotheken.
  • Die 2G-plus-Option wird gestrichen: Es ist Betreibern etwa der Gastronomie, in Kinos, Theatern oder Diskotheken nicht mehr möglich, auf Abstandsregelungen und Maskenpflicht vollständig zu verzichten, wenn sie ausschließlich Geimpfte oder Genesene mit zusätzlichem negativen Test einlassen.
  • Jugendliche bis 18 Jahre erhalten weiterhin wegen der regelmäßigen Tests in Schulen auch Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen, bei denen 2G gilt. Diese Regel soll aber auslaufen, sobald ein umfassendes Impfangebot für diese Altersgruppe vorliegt.
  • Geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler können sich ab sofort ebenfalls einmal pro Woche in der Schule testen lassen.
Es gelten auch neue Regeln für Zusammenkünfte, Fachmessen, Veranstaltungen sowie Kulturangebote wie Theater, Opern, Kinos und Konzerte:
In Innenräumen:
  • Bis 10 Personen: keine Regelung erforderlich.
  • 11 bis 100 Personen: 2G sowie ein Abstands- und Hygienekonzept.
  • Ab 101 Personen: 2Gplus sowie ein Abstands- und Hygienekonzept.
  • Ab 250 Personen: Gesundheitsamt muss Erlaubnis erteilen.
Im Freien:
  • Bis 10 Personen: keine Regelung erforderlich.
  • 11 bis 100 Personen: Abstands- und Hygienekonzept.
  • Ab 101 Personen: 2G sowie ein Abstands- und Hygienekonzept.
  • Ab 3.000 Personen: Genehmigungspflicht und Kapazitätsbeschränkung ab dem 3001. Platz auf 25 Prozent.
Bei Gottesdiensten in Innenräumen wird 3G dringend empfohlen.
Soweit der Zugang zu Einrichtungen, Betrieben, Angeboten oder Veranstaltungen auf Personen mit Impf-, Genesenen- oder Testnachweis beschränkt ist, sind sie verpflichtet, den Nachweis auf Verlangen vorzulegen. Die Nachweise sollen möglichst digital sein.
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Mecklenburg-Vorpommern

Für Städte und Landkreise, die auf der landeseigenen Corona-Warnampel die dritte von vier Warnstufen ("Orange") erreichen, gilt die 2G-Regel. Dies ist in mehreren Landkreisen bereits der Fall. Ausgenommen von 2G sind Kinder unter 12 Jahren; für 12- bis 17-Jährige gilt das bis Jahresende. 7- bis 17-Jährige müssen aber einen tagesaktuellen Test vorlegen.
  • Die 2G-plus-Regel gilt seit dem 25. November landesweit für den Zutritt etwa zu Restaurants, Hotels, Schwimmbädern, Kinos oder Theatern. Gleiches gilt auch für den Besuch von Kosmetik- oder Tattoostudios.
  • Seit 1. Dezember gilt 2G plus auch auf Weihnachtsmärkten.
  • 2G plus gilt auch im Erwachsenensport - im Amateurbereich für Zuschauer und Sportler und im Profibereich für Zuschauer.
  • Tanzveranstaltungen in Clubs und Discos sind verboten.
  • Im ÖPNV gilt Maskenpflicht und nur Geimpfte, Genesene oder Getestete dürfen Bus und Bahn nutzen. Die Beförderer sollen das stichprobenhaft kontrollieren. Ausgenommen von 3G sind Schülerinnen und Schüler.
  • Auch am Arbeitsplatz wird die 3G-Regel eingeführt. Als Nachweis ist auch ein Schnelltest unter Aufsicht vor Ort zulässig.
Mehr zur Corona-Lage in Mecklenburg-Vorpommern im Video:
Manuela Schwesig verteidigt die im Rahmen des Drei-Stufen-Modells beschlossenen "harten Einschränkungen für Ungeimpfte".

Niedersachsen

Auch in Niedersachsen gelten seit dem 24. November je nach Warnstufe für verschiedene Bereiche unterschiedlich scharfe Regeln. In den meisten Kommunen ist die Warnstufe 2 von drei Warnstufen mittlerweile erreicht, somit gilt ab 1. Dezember für viele Bereiche die 2G-plus-Regel:
  • Sie gilt etwa für Restaurants, Hotels, Kultur- und Sportveranstaltungen oder körpernahe Dienstleistungen, also etwa Friseure oder Kosmetikstudios.
  • Die Regel gilt auch für private Treffen, sofern mehr als 15 Menschen drinnen zusammenkommen.
  • Maskenpflicht und Abstandsgebote werden ausgeweitet. Vor allem in Innenräumen gelten strengere Schutzmaßnahmen.
Mehr zu den Regeln in Niedersachsen finden sie hier.

Nordrhein-Westfalen

Ungeimpfte werden in Nordrhein-Westfalen seit dem 24. November von Freizeitaktivitäten ausgeschlossen:
  • Neben Sportveranstaltungen gilt die 2G-Regel auch für Museen, Konzerte, Theater, Kinos, Freizeitparks, Schwimmbäder oder Weihnachtsmärkte.
  • Ungeimpfte müssen zudem in vielen Bereichen wie am Arbeitsplatz oder beim Friseur einen negativen Corona-Test vorweisen. 
  • In Bereichen mit engem Körperkontakt oder hohem Infektionsrisiko - etwa in Diskotheken, Clubs, Bars oder bei Karnevalsfeiern - müssen Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Test vorlegen (2G plus). Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre und Menschen, die nicht geimpft werden können.
Ab 2. Dezember gilt an allen Schulen in NRW wieder die Maskenpflicht am Sitzplatz im Unterricht. Nur nur auf dem Schulhof müssen keine Masken getragen werden. NRW hatte die Maskenpflicht im Unterricht erst Anfang November abgeschafft.
Die Landesregierung plant drastische Einschränkungen für Clubs, Diskotheken und Fußballstadien.

Rheinland-Pfalz

Das Bundesland hat seit dem 24. November für weite Bereiche 2G eingeführt. Ausgenommen von der Regel sind Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, und Kinder bis elf Jahre. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre und Personen, die nicht geimpft werden können, müssen einen negativen Corona-Test vorlegen.
Ab 4. Dezember gelten schärfere Corona-Regeln:
  • Ungeimpfte dürfen nur noch Angehörige des eigenen Haushalts oder eine weitere Person treffen.
  • In Innenräumen, in denen keine Maske getragen werden kann, müssen auch Geimpfte einen negativen Test vorlegen. Dies gilt etwa für Restaurants, Hotels und Sport in Innenräumen. In der Gastronomie und im Fitnessstudio sind dabei Selbsttests unter Aufsicht möglich. Ansonsten gilt weiter die 2G-Regel, etwa beim Friseur.
  • Es gilt wieder eine Begrenzung der Anzahl der Personen in Geschäften: Auf einer Fläche von zehn Quadratmetern ist nur ein Kunde oder eine Kundin zugelassen.
  • Für Gottesdienste in geschlossenen Räumen bleibt es bei der 3G-Regelung mit Abstandsgebot und Maskenpflicht.
  • Weihnachtsmärkte sollen mit 2G und Maskenpflicht offen bleiben.
Bei Großveranstaltungen und dem Zutritt zum Einzelhandel nur für 2G werde sich Rheinland-Pfalz an die bundesweiten Beschlüsse halten, damit es keine unterschiedlichen Regeln in Nachbarbundesländern gebe, kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer an.
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Saarland

Die neue Verordnung tritt am 2. Dezember in Kraft und gilt zunächst bis zum 15. Dezember.
  • 2G gilt bei Freizeitaktivitäten im Freien und in der Außengastronomie, in Fahrschulen und in Bildungseinrichtungen.
  • Ab 6. Dezember gilt 2G auch im Einzelhandel - ausgenommen sind Bäckereien, Supermärkte, Apotheken und Banken, aber auch durch Abhol- und Lieferangebote.
  • 2G plus gilt für alle Veranstaltungen im Innenbereich, Restaurants, Hotels, Museen, Theater, Kinos, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Freizeitpark-Gebäude oder Tanzschulen. Tests braucht man auch für Besuche in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Rehakliniken, für körpernahe und nicht-medizinische Dienstleistungen, wie Kosmetik- und Friseurbesuche.
Als Testnachweis werden auch Selbsttests akzeptiert, die unter Aufsicht durchgeführt werden.
  • Ausgenommen von 2G und 2G plus beziehungsweise 3G sind Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden dürfen. Außerdem Kinder bis sechs Jahre, und Kinder und Jugendliche über sechs Jahre bei regelmäßigen Tests in Kita bzw. Schule.
  • Maskenpflicht: Im öffentlichen Raum muss im Freien bei einer Unterschreitung des Mindestabstands von 1,50 Metern eine Maske getragen werden.
  • Kontaktbeschränkungen: Ungeimpfte dürfen sich nur noch mit dem eigenen Haushalt und zusätzlich höchstens einer weiteren Person treffen. Von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen sind Minderjährige und Personen mit medizinischer Kontraindikation. Auch Verwandte in direkter Linie sowie Ehe- und Lebenspartner sind ausgenommen.
Testpflicht an Schulen: Dort wird die Testpflicht auch auf Schüler sowie Lehrkräfte und andere dort tätige Personen ausgeweitet, die geimpft oder genesen sind (zweimal pro Woche).

Sachsen

Sachsen nutzt schon länger die 2G-Regel. Am 22. November wurden zusätzlich weite Teile des öffentlichen Lebens eingeschränkt:
  • Außer Bibliotheken schließen alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bars, Clubs und Diskotheken.
  • Ebenfalls geschlossen bleiben Weihnachtsmärkte.
  • Die Beherbergung von Touristen ist untersagt.
  • Die Gastronomie soll mit der 2G-Regel bis 20 Uhr öffnen dürfen.
  • Großveranstaltungen, Feste und Messen sind untersagt
  • Ebenso touristische Bahn- und Busfahrten.
  • Tanz-, Musik- und Kunstschulen dürfen genau wie Volkshochschulen nicht unterrichten. Ausnahme sind Angebote für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre.
  • Für den Zugang zum Arbeitsplatz gilt die 3G-Regel.
  • Für Hotspot-Regionen mit einer Inzidenz über 1.000 wird eine Ausgangssperre für Ungeimpfte in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr verfügt.
  • Zudem ist der Ausschank von Alkohol im öffentlichen Raum verboten.
  • Prostitution ist verboten.
  • Läden mit körpernahen Dienstleistungen bleiben geschlossen.
Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 12. Dezember.
Im Einzelhandel gibt es für Geschäfte der Grundversorgung keine Einschränkungen, also für Supermärkte, Drogerien, Apotheken, Läden für den Tierbedarf oder Tankstellen. Bei allen anderen Geschäften gilt die 2G-Regel: Zutritt nur für Geimpfte und Getestete. Das trifft auch für den Friseurbesuch zu.
Schulen und Kindertageseinrichtungen bleiben geöffnet. Kitas sowie Grund- und Förderschulen müssen in Sachsen jedoch bis einschließlich der Weihnachtsferien in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen. Zudem wird bis Weihnachten die Schulbesuchspflicht ausgesetzt.
Sachsen ist das Bundesland mit der höchsten Inzidenz. Die Landesregierung hat die Maßnahmen verschärft. Weihnachtsmärkte, wie beispielsweise der in Dresden, bleiben zu.

Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt gehört zu den Bundesländern mit der höchsten Inzidenz. Seit dem 24. November haben nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens.
2G gilt unter anderem für
  • die Innengastronomie und Hotels
  • Kultur- und Freizeiteinrichtungen oder Volksfeste
  • für Veranstaltungen ab 50 Personen
  • den Sportbetrieb
2G plus gilt für Diskotheken und Clubs - dafür können Maskenpflicht und Abstandsregelungen entfallen. Oder auch für Chöre.
Ausgenommen sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.
  • Weihnachtsmärkte müssen künftig eine 3G-Regel umsetzen. Das gilt auch für körpernahe Dienstleistungen etwa in Friseursalons, Kosmetik- und Nagelstudios sowie Piercing- und Tattoo-Studios.
  • Seit 25. November entfällt für alle Schülerinnen und Schüler die Präsenzpflicht. Wer dennoch zum Unterricht in die Schule kommt, muss getestet werden. Bis zu den Weihnachtsferien soll wieder eine Maskenpflicht eingeführt werden.

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein setzt zunehmend auf 2G. Seit dem 22. November sind Ungeimpfte von Freizeitveranstaltungen drinnen ausgeschlossen.
  • Bei beruflichen Veranstaltungen gilt die 3G-Regel. Ausnahmen gelten für Friseure und medizinische und pflegerische Dienstleistungen.
  • Im Einzelhandel und im öffentlichen Nahverkehr gilt weiterhin eine Maskenpflicht. Zudem müssen Schüler im Unterricht wieder eine Maske tragen .
  • Private Zusammenkünfte innerhalb geschlossener Räume sind nur noch mit bis zu zehn ungeimpften Personen zulässig.
Ministerpräsident Daniel Günther zur Corona-Lage in Schleswig-Holstein.

Thüringen

Keine Weihnachtsmärkte, 2G in Teilen des Einzelhandels, Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte: In Thüringen greifen seit dem 25. November strengere Corona-Regeln. 
  • Unter anderem wird in der Gastronomie, in Beherbergungsbetrieben und zu Veranstaltungen nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt gewährt.
  • Auch im Einzelhandel wird 2G zur Pflicht. Ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Apotheken oder Drogerien. Die 2G-Pflicht gilt vor allem für Gäste, Kunden und Besucher, nicht aber für Beschäftigte.
  • Clubs, Bars und Diskotheken sollen geschlossen werden, Weihnachtsmärkte werden verboten und in der Gastronomie soll eine Sperrstunde um 22 Uhr gelten.
  • Auch Schwimmhallen, Freizeitbäder, Saunen und Thermen müssen schließen. Ausnahmen gibt es für den Schulsport. In einigen Bereichen reicht künftig selbst der 2G-Nachweis allein nicht mehr aus. So gilt fortan in geschlossenen Räumen von Fitnessstudios 2G plus. Hier müssen auch Geimpfte noch einen negativen Corona-Test vorzeigen.
1G, 2G, 3G: Was die Corona-Abkürzungen bedeuten

Geimpft

Wer die letzte erforderliche Einzel-Impfung (mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff) vor mehr als 14 Tagen erhalten hat, gilt als vollständig geimpft. Dazu alle, die eine per PCR-Test bestätigte Sars-CoV-2-Infektion durchgemacht haben und danach einmalig geimpft wurden.

Genesen

Als genesen gilt man, solange die per PCR-Test nachgewiesene Sars-CoV-2-Infektion weniger als sechs Monate zurückliegt. Außerdem: Wer einmalig geimpft wurde und anschließend nachweislich an Covid-19 erkrankte (das darf auch nur maximal sechs Monate her sein).

3G

Gilt dies etwa bei einer Veranstaltung, dürfen (vollständig) Geimpfte und Genesene (ohne typische Symptome) sowie negativ Getestete teilnehmen. Zulässig ist ein Antigen-Schnelltest, der maximal 24 Stunden alt ist, oder ein PCR-Test, der höchstens 48 Stunden zurückliegt.

3G plus

Geimpfte, Genesene und per PCR-Test negativ getestete Menschen sind zugelassen. Ein Schnelltest reicht nicht mehr aus.

2G

Gilt diese Regel, kann nur teilnehmen, wer geimpft oder genesen ist. Für Kinder unter 12 Jahren, für die bislang kein Impfstoff zugelassen ist, gibt es regelmäßig Ausnahmen hiervon. Gleiches gilt für Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Sie dürfen etwa teilnehmen, wenn sie PCR-getestet sind und eine ärztliche Bescheinigung vorweisen können.

2G plus

Nur Geimpfte und Genesene sind zugelassen, die zusätzlich einen aktuellen negativen (Schnell-)Test nachweisen können.

1G

Diese Bezeichnung wird dafür verwendet, dass sich alle Menschen testen lassen müssen - auch wenn sie geimpft oder genesen sind. 1G kann aber auch bedeuten: Nur Geimpfte haben Zutritt.

Quelle: dpa

Quelle: dpa, AFP, Reuters, ZDF

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