: Delta-Variante: Lauterbach warnt vor Rückkehr

14.05.2022 | 04:36 Uhr
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnt vor einer Rückkehr der gefährlicheren Delta-Variante im Herbst. Die Kommunen fordern mehr Vorbereitung auf eine neue Covid-Welle.
Warnt vor dem Corona-Herbst: Gesundheitsminister Lauterbach.Quelle: dpa
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält eine Rückkehr der gefährlicheren Delta-Variante des Coronavirus für möglich.
Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Eine Omikron-Welle im Herbst ist zwar wahrscheinlich. Aber selbst die gefährlichere Delta-Variante könnte zurückkommen,
sagte Lauterbach der "Rheinischen Post" mit Verweis auf eine israelische Studie, wonach im Abwasser auch die Delta-Variante nachgewiesen wurde.

Impfstoff für beide Varianten?

Auf beide Szenarien müsse man sich einstellen, sagte der SPD-Politiker. "Wir brauchen Impfstoff gegen beide Varianten. Das wird sehr teuer."
In Deutschland dominiert derzeit die Omikron-Subvariante BA.2 mit gut 97 Prozent. Die Delta-Variante, die oft mit schwerwiegenderen Folgen einhergeht, wird laut dem jüngsten Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) aktuell nur selten nachgewiesen.

Die Isolation für Infizierte soll bundesweit auf fünf Tage verkürzt werden. Reicht das? Virologe Martin Stürmer und der bayrische Gesundheitsminister Klaus Holetschek diskutieren.

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Lauterbach fordert Umsicht

Lauterbach rief die Menschen auf, weiter vorsichtig zu sein.
Auch im Sommer sollten wir achtsam bleiben.
Karl Lauterbach, Gesundheitsminister
Dazu gehöre das Tragen von Masken im ÖPNV und im Flugzeug. "Wer jetzt den Menschen vorgaukelt, Corona sei Geschichte, wird das im Herbst bitter bereuen", warnte Lauterbach.
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund appellierte an Bund und Länder, Vorbereitungen für eine neue Corona-Welle zu treffen. Die Impfmöglichkeiten müssten aufrechterhalten werden, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Ab April sollen in Baden-Württemberg die Impf-Stationen für Booster-Impfungen wieder abgebaut werden. Die Impfnachfrage ist stark zurückgegangen und die Aufwandskosten sind zu hoch.

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Neue Impfmöglichkeiten?

Zwar sei es nicht sinnvoll, in großem Umfang weitgehend leerstehende Impfzentren zu betreiben. Notwendig sei aber eine Planung, wann man unter welchen Umständen erneut zusätzliche Impfmöglichkeiten schaffen müsse. Landsberg verwies auf einen im Herbst erwarteten Impfstoff, der an die Omikron-Variante angepasst ist.
Quelle: dpa, AFP

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