: Lauterbach: "So gefährden wir Weihnachten"

04.11.2021 | 14:04 Uhr
SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach kritisiert den laxen Umgang mit den Corona-Kontrollen und bezeichnet sie als "läppisch". So sei Weihnachten gefährdet.
Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD.Quelle: dpa
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt wegen steigender Corona-Inzidenzen vor einem zu laxen Umgang mit den Corona-Regeln. Die Kontrollen vieler Gastronomen und Veranstalter in Deutschland hält er für zu "läppisch".

Lauterbach: "Wir gefährden Weihnachten"

Angesichts der Warnungen führender Mediziner wegen der Überbelegung von Intensivstationen und Verschiebung von planbaren Operationen sieht Lauterbach das gemeinsame Weihnachtsfest gefährdet. Die vierte Welle steige immer stärker an, da 2G- und 3G-Regeln kaum noch kontrolliert, Impfzertifikate oder Tests kaum noch überprüft würden.
In vielen Restaurants in Deutschland werde nur unzureichend überprüft, ob Gäste geimpft seien oder einen aktuellen Schnelltest vorweisen könnten, sagte Lauterbach am Mittwoch im "Spiegel"-Spitzengespräch. Um der vierten Welle zu begegnen, halte er weitere Einschränkungen schon bald für unabdingbar.

Genesen, geimpft, gereizt – Wie die Corona-Regeln die Gesellschaft spalten

25.10.2021 | 06:07 min
Der SPD-Politiker forderte von den Bundesländern klare Regelungen:
2G bringt am meisten, das ist der Königsweg.
Karl Lauterbach
Er empfahl, Restaurants, Clubs und andere Veranstaltungsorte nur noch für Geimpfte oder Genesene zu öffnen.

Lauterbach fordert Booster-Impfung

Der Politik warf der Gesundheitsexperte vor, zu spät ausreichend über die Notwendigkeit der Auffrischungsimpfungen aufgeklärt zu haben.
Die gesamte erwachsene Bevölkerung wird noch mal eine Booster-Impfung brauchen.
Karl Lauterbach
Es sei ein Fehler gewesen, die Impfzentren vorschnell abzuwickeln.

In Lindau hat die Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern begonnen. Bislang hätte es Bewegung bezüglich Booster-Impfungen gegeben, berichtet ZDF-Reporter Poel.

04.11.2021 | 01:21 min
Am Donnerstag und Freitag wollen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder über das weitere Vorgehen beraten. Spahn nannte am Mittwoch drei Punkte: Die Zahl der Auffrischimpfungen müsse nach oben getrieben werden, wobei jeder ungeachtet des Alters eine solche Impfung in Anspruch nehmen könne.
Für Beschäftigte und Besucher in Pflegeeinrichtungen forderte er einen Testzwang. Zudem verlangte er schärfere Kontrollen zur Einhaltung der 2G- oder 3G-Regeln.
Quelle: AFP

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