: Seehofer warnt vor Radikalisierung

26.09.2021 | 06:40 Uhr
Innenminister Seehofer warnt vor einer Radikalisierung der "Querdenker"-Bewegung. Zwar werde die Szene immer kleiner, dafür aber auch gewaltbereiter.
Innenminister Seehofer will Täter und deren Unterstützer aus der Szene der Corona-Leugner härter bestrafen.Quelle: reuters
Nach der Tötung eines Tankstellenmitarbeiters in Idar-Oberstein wegen eines Streits um die Maskenpflicht warnt Bundesinnenminister Horst Seehofer vor einer Radikalisierung der "Querdenker-"Szene.

"Querdenker" immer radikaler?

"Die politisch motivierte Gewalt in Deutschland durch Querdenker ist gefährlich für unser Land", sagte der CSU-Politiker der "Bild am Sonntag". Die Gruppe werde zwar immer kleiner, aber leider auch immer radikaler und brutaler. Sie können unser Land zersetzen, wenn der Rechtsstaat sie nicht mit allen Mitteln bekämpft."
Seehofer forderte harte Strafen für Täter und auch für deren Unterstützer: "Die Täter und diejenigen, die Verbrechen wie in Idar-Oberstein unterstützen, müssen hart bestraft werden."
Ein 20-jähriger Student ist bei seiner Arbeit an einer Tankstelle erschossen worden – offenbar nachdem er einen Kunden ohne Maske auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte.

Idar-Oberstein: Täter lehnt Corona-Maßnahmen ab

Am Samstag vergangener Woche war an einer Tankstelle in Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz ein 20 Jahre alter Student erschossen worden, der dort an der Kasse arbeitete. Nach Angaben der Ermittler hatte er den 49-jährigen Tatverdächtigen zuvor auf die Einhaltung der Maskenpflicht hingewiesen. Der mutmaßliche Täter gab laut Polizei in seiner Vernehmung an, er lehne die Corona-Schutzmaßnahmen ab.
Die Sozialpsychologin Pia Lamberty sieht ein hohes Gewaltpotential im verschwörungsideologischen Milieu.
Quelle: AFP, dpa

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