: Scholz fordert Fahrplan aus dem Shutdown

25.04.2021 | 06:26 Uhr
Vizekanzler Olaf Scholz fordert ein belastbares Konzept für Öffnungen im Sommer. Bereits Ende Mai erwarte er konkrete Aussagen der Regierung zur Lockerung der Corona-Notbremse.
Viezekanzler Scholz fordert einen Plan für den Ausstieg aus den Corona-Maßnahmen. Die Regierung solle bis Sommer klare Öffnungsschritte bereithalten, sagte er der Bild am Sonntag.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz fordert für Ende Mai ein belastbares Konzept für den Weg aus dem Corona-Shutdown. "Wir brauchen den Fahrplan zurück ins normale Leben, aber einen, der nicht nach ein paar Tagen widerrufen wird", sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag".
"Ende Mai sollten wir in der Lage sein, belastbare Aussagen zu treffen. Ich will, dass wir als Regierung dann klare und mutige Öffnungsschritte für den Sommer festlegen." Damit sollten sich Restaurants auf ihre Öffnung einstellen und die Bürger ihren Sommer planen können.
Die Bundes-Notbremse ist gezogen – bei der Bund-Länder-Runde am Montag wird jedoch diskutiert werden, ob die Regeln auch für vollständig Geimpfte gelten.

Scholz verteidigt Corona-Notbremse

Ebenfalls solle der Zeitpunkt festgelegt werden, ab wann wieder Konzerte, Theater und Fußball im Stadion möglich seien. Der Vizekanzler verteidigte zugleich die gerade wirksam gewordene Bundes-Notbremse, um die dritte Corona-Welle zu brechen.
Wir brauchen noch einmal diese Anstrengung, damit wir einen schönen Sommer und dann wieder ein unbeschwerteres Leben haben.
Olaf Scholz
Scholz rief die Bürger auf, sich "in den nächsten vier bis sechs Wochen nicht die Chance kaputtzumachen, im Sommer im Biergarten zu sitzen und in den Urlaub zu fahren".
Seit Samstag gilt sie – die "Bundesnotbremse": Ab einer Inzidenz von 100 gelten besondere Corona-Regeln, wie Kontaktbeschränkungen und eine nächtliche Ausgangssperre.

Söder: Aufhebung der Impfreihenfolge

Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) derweil eine Aufhebung der Impfreihenfolge ab Mai gefordert. "Wir müssen die starre Priorisierung schneller auflösen", sagte Söder der "Bild am Sonntag".
"Nach dem Abarbeiten von bereits vereinbarten Impfterminen sollten alle Impfstoffe für jeden komplett freigegeben werden." Dies solle "am besten noch im Mai erfolgen". "Die Impfbürokratie verzögert den Impferfolg", warnte Söder.
Bei den Corona-Impfungen könnte laut Gesundheitsminister Spahn im Juni keine offiziell festgelegte Reihenfolge mehr nötig sein. Zugleich warnt er aber davor, nachlässig zu werden.

Vakzine bald für Schüler ab 16 Jahren?

Der bayerische Ministerpräsident sprach sich zudem dafür aus, auch Schüler ab 16 Jahren "bei ausreichendem Impfstoff" vermehrt zu impfen. "Gerade hier ist die Inzidenz am höchsten", hob Söder hervor. Diese Altersgruppe sollte daher aus seiner Sicht "beim Impfen behandelt werden wie Erwachsene."
Quelle: dpa, AFP, Reuters

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