"Das hätte nicht passieren dürfen"

14.04.2020 | 21:49 Uhr
Abstand in Corona-Zeiten? Fehlanzeige. Jens Spahn und zwölf weitere Personen, dicht gedrängt in einem Aufzug an der Gießener Uniklinik. Jetzt entschuldigen sich die Politiker.
Abstand? Fehlanzeige - bei einem Besuch der Uniklinik Gießen drängen sich Bundesgesundheitsminister Spahn, Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier mit Begleitern im überfüllten Fahrstuhl.Quelle: Bodo Weissenborn / dpa
Abstand halten in Corona-Zeiten - dazu rufen die Politiker die Menschen derzeit bundesweit auf. Bei einem Besuch der Uniklinik Gießen haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Dienstag allerdings selbst kein gutes Beispiel gegeben.
Auf dem Nachrichtendienst Twitter machte ein Foto die Runde, dass die Politiker zusammen mit einigen Begleitern dicht beieinanderstehend in einem Aufzug zeigte.

"In diesem Aufzug stehen zu viele Menschen"

Prompt wurde Kritik an ihrem Verhalten laut. Hessens Staatskanzlei räumte den Fehler in einem Tweet ein: "Da muss man nicht groß drumherum reden: Das hätte nicht passieren dürfen. Auch wenn alle Mundschutz tragen. In diesem Aufzug stehen zu viele Menschen.
Spahn sagte, es sei wichtig, Abstand zu halten, selbst wenn man Mundschutz trägt.
Dass das manchmal nicht so leicht fällt im Alltag, haben wir ja auch gerade wieder gemerkt.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über Abstand halten
Alle hätten sich vorgenommen, nicht gleichzeitig in den Aufzug zu steigen - "und dann passiert es halt manchmal doch". Es seien genau die Dinge des Alltags, "wo wir eben alle miteinander die nächsten Wochen und Monate diszipliniert bleiben müssen".
Im Video: Gesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich noch unsicher mit seinem Mundschutz:
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich noch unsicher mit seinem Mundschutz. Erst fragt er sich, ob er richtig sitzt. Dann packt er sich mit den Händen mitten ins Gesicht.

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Quelle: dpa

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