"Wir sind nicht machtlos gegen das Virus"

24.10.2020 | 12:35 Uhr
Die Corona-Infektionszahlen steigen weiter. Die Kanzlerin hat vor diesem Hintergrund noch einmal an die Bürger appelliert - und dabei zu einem ungewöhnlichen Mittel gegriffen.
Angela Merkel mit einem Appell in ihrem Videopodcast
In ihrem heute veröffentlichten Video-Podcast hat sich Bundeskanzerlin Merkel erneut mit einem deutlichen Appell an die Menschen in Deutschland gewandt. Angesichts der stark steigenden Zahl der Corona-Infizierten in den vergangenen Tagen sei deutlich, dass die Pandemielage sich "noch weiter zugespitzt" habe. Denn: "Es sind jetzt noch weit mehr Orte, an denen so viele Infektionen gezählt werden, dass die Gesundheitsämter mit der Kontaktverfolgung nicht mehr mitkommen."
Ihre Grundüberzeugung habe sich in der Zwischenzeit nicht geändert, aber die Dringlichkeit sei aus ihrer Sicht gestiegen. Deshalb erklärt sie heute:
Wir sind nicht machtlos gegen das Virus, unser Verhalten entscheidet, wie stark und wie schnell es sich ausbreitet. Und das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren. Viel weniger Menschen treffen.

Merkel: Appel der Vorwoche gilt "Wort für Wort"

Vor einer Woche hatte die Kanzlerin an dieser Stelle in einem dramatischen Appell die Bürger zur Mithilfe aufgefordert. Die Videobotschaft hatte viele Reaktionen hervorgerufen. "Für mich gilt das, was ich Ihnen letzte Woche gesagt habe, noch Wort für Wort (...) Und so folgt jetzt noch einmal der Podcast vom vergangenen Samstag", so die Kanzlerin, bevor erneut die Ansprache von vergangener Woche abgespielt wird.
Darin hatte Merkel dazu aufgerufen, Kontakte außerhalb der eigenen Familie deutlich zu verringern und darum gebeten, auf Reisen und Feiern, die "nicht wirklich zwingend notwendig" sind, zu verzichten. "Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort":
Quelle: dpa, ZDF

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