: Mehr E-Autos bis 2030 - Stromverbrauch steigt

13.07.2021 | 11:55 Uhr
Wirtschaftsminister Altmaier sieht in Deutschland bis 2030 deutlich mehr E-Autos auf der Straße als bisher angenommen. Das hat auch Auswirkungen auf den Stromverbrauch.
Fachleuten zufolge könnten rund 14 Millionen batteriebetriebene Autos 2030 erforderlich sein, um die Klimaziele im Verkehr zu erreichen. Quelle: dpa (Symbolbild)
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erwartet, dass bis 2030 deutlich mehr Elektroautos auf den Straßen in Deutschland fahren als bislang angepeilt. Das sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen".
Ich gehe davon aus, dass die Zahl der Elektrofahrzeuge in Deutschland im Jahre 2030 um einen gewaltigen Betrag bis hin zu 40 Prozent höher sein wird als bisher angenommen.
Peter Altmaier, Bundeswirtschaftsminister

Altmaier: "Rasanter Wandel"

Er verwies auf neue von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Berechnungen. Bislang hatte der Bund mit sieben bis zehn Millionen zugelassenen Elektroautos bis 2030 gerechnet.
Fachleuten zufolge könnten rund 14 Millionen batteriebetriebene Autos 2030 erforderlich sein, um die Klimaziele im Verkehr zu erreichen.
Was wir im Augenblick erleben, ist ein ganz rasanter Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität.
Peter Altmaier

Anteil der E-Autos steigt

Bei immer mehr Neuwagen in Deutschland handelt es sich um reine Elektroautos. Insgesamt rund 149.000 Batterie-Antriebe kamen nach jüngsten Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) von Anfang Juli im ersten Halbjahr 2021 neu auf die Straße.
Das waren mehr als drei Mal so viele E-Autos wie noch im Vorjahreszeitraum. Mehr als jeder zehnte Neuwagen hatte damit einen Elektromotor. Noch im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres hatte ihr Anteil gerade einmal bei 3,5 Prozent an allen Neuzulassungen gelegen.

Mehr E-Autos = höherer Stromverbrauch

Das heißt jedoch auch, dass der Stromverbrauch in Deutschland drastisch ansteigen wird: Altmaier rechnet nun mit einem um rund zehn Prozent höheren Stromverbrauch bis 2030. Eine neue Studie im Auftrag des Ministeriums gehe nach ersten Einschätzungen jetzt von einem Verbrauch von 645 bis 665 Terawattstunden aus, erklärte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin.
Da der Strom in den nächsten Jahren großteils aus Erneuerbaren Energien erzeugt werden soll, bedeutet die neue Prognose auch einen beschleunigten Ausbau von Wind- und Solarenergie. Zahlen nannte Altmaier hierzu nicht. Dies wird Aufgabe der neuen Regierung ab Herbst sein.
Quelle: dpa, reuters

Mehr zu Elektromobilität