: Fast jeder Fünfte von Altersarmut bedroht

03.05.2020 | 18:39 Uhr
Altersarmut breitet sich zunehmend in Deutschland aus. Mehr als drei Millionen Menschen ab 65 waren 2018 davon gefährdet - deutlich mehr als noch zwölf Jahre zuvor.
Fast jeder Fünfte über 65 in Deutschland war 2018 armutsgefährdet.Quelle: picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Ältere Menschen in Deutschland sind zunehmend von Armut bedroht. Fast jeder Fünfte über 65 Jahren ist betroffen, wie aus Daten des Europäischen Statistikamts (Eurostat) hervorgeht.
Im Jahr 2018 waren demnach 3,1 Millionen Menschen ab 65 Jahren in Deutschland von Armut bedroht, das waren 18,2 Prozent der Senioren. 2017 galten 2,8 Millionen Ältere als armutsgefährdet, was einem Anteil von 17 Prozent. entsprach. Im Jahr 2006 waren es erst 1,9 Millionen beziehungsweise 12,5 Prozent der über 65-Jährigen, deren Einkommen unter der so genannten Armutsgefährdungsschwelle lag.
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Wann gilt man als armutsgefährdet?

Menschen gelten als armutsgefährdet, wenn sie im Jahr der Erhebung weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung zur Verfügung haben. Als armutsgefährdet galt ein Alleinstehender in Deutschland im Jahr 2018 laut Eurostat, wenn er über maximal 13.628 Euro verfügte.
Auf die Zahlen zur Armutsgefährdung hatte zuvor die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann aufmerksam gemacht. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte sie:
Altersarmut breitet sich zunehmend in Deutschland aus.
Sabine Zimmermann (Linke)
Sie forderte deshalb, die gesetzliche Rente zu stärken und armutsfest zu machen. Die Linke fordert zudem in der Corona-Krise einen Pandemie-Zuschlag von 200 Euro für alle Rentner, die Grundsicherung im Alter beziehen, da beispielsweise die Tafeln ihr Angebot eingeschränkt haben.
Quelle: AFP, KNA

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