Interview

: Faeser kündigt im ZDF App für Geflüchtete an

von Stefanie Reulmann
13.03.2022 | 22:52 Uhr
Die Bundesregierung arbeite an einer App, die Geflüchteten aus der Ukraine künftig mehr Orientierung bieten soll. Das kündigt Bundesinnenministerin Faeser im ZDF an.

Um Geflüchteten aus der Ukraine einen Überblick über alle Hilfsmaßnahmen zu geben, arbeite die Bundesregierung derzeit an einer Willkommens--App, sagt Faeser im ZDF.

13.03.2022 | 04:03 min
Bundesinnenminister Nancy Faeser kündigt im ZDF eine Willkommens-App für Geflüchtete aus der Ukraine an. Es werde gerade an der digitalen Plattform mit dem Namen "Germany for Ukraine" gearbeitet, die Geflüchteten alle Hilfsmaßnahmen auf einen Blick bieten soll. "Und ich glaube, es wäre wirklich gut, wenn wir das in den nächsten Tagen fertiggestellt haben", sagt die Ministerin.

Faeser lobt Engagement vieler Bürger

Faeser lobt die vielen Ehrenamtlichen, die sich engagiert um die Menschen aus der Ukraine kümmerten. Auch der Umfang an privaten Unterkünften, die angeboten würden, sei enorm. "So was haben wir noch nie erlebt", sagt die SPD-Politikerin. Sie führe das "auf die Situation des Krieges in Europa zurück".  

Viele Ukrainer flüchten vor dem Krieg, auch nach Deutschland. Es gibt viel Hilfsbereitschaft, aber auch überforderte Städte, mangelnde Digitalisierung, Verwaltungschaos.

13.03.2022 | 04:31 min
Vorrangig gehe es jetzt um eine gute Versorgung der Menschen, die aus einem Kriegsgebiet kämen, sagt Faeser. Die Menschen fliehen vor Gewalt und Hunger, "das ist eine solche humanitäre Katastrophe", sagt sie.

Ausgleichszahlungen für Kommunen

Seit Beginn des Krieges sind bereits 120.000 Menschen in Deutschland angekommen. Insbesondere die großen Städte, wie Berlin, Hamburg, München und Bremen seien stark belastet.
Die Kommunen müssten aber nicht auf den Kosten sitzen bleiben, sagte Faeser zu. "Natürlich wird es eine Form von Ausgleich dafür geben", sagte sie im ZDF. Für sie werde es Ausgleichszahlungen seitens des Bundes geben, kündigt die Ministerin an. Und weiter:
Die Kosten können nicht bei den Kommunen hängenbleiben.
Nancy Faeser
Es müssten aber auch Möglichkeiten für die Weiterreise geschaffen werden. Realität sei momentan, dass viele Ukrainerinnen und Ukrainer zu Freunden und Verwandten weiterreisen wollen. Deshalb müssten Möglichkeiten sowohl zur innerdeutschen, als auch zur europäischen Weiterreise geschaffen werden, sagt Faeser im ZDF.
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