: Junge Union: Spahn könnte Merkel beerben

12.01.2021 | 05:55 Uhr
Die Junge Union kann sich eine Kanzlerkandidatur von Gesundheitsminister Spahn vorstellen. CDU/CSU sollten mit dem aussichtsreichsten Kandidaten ins Rennen gehen, so JU-Chef Kuban.
Die Junge Union sieht in Jens Spahn einen möglichen Nachfolger für Kanzlerin Merkel. Quelle: dpa (Archiv)
Aus Sicht des Chefs der Jungen Union (JU), Tilman Kuban, kommt Gesundheitsminister Jens Spahn als Nachfolger für Kanzlerin Angela Merkel in Frage. Auch weil Spahn derzeit der beliebteste und "erfolgreichste" deutsche Politiker sei, so der JU-Vorsitzende.
Auf die Frage, ob Spahn das Format für eine Kanzlerkandidatur habe, sagte Kuban dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Jens Spahn ist laut Umfragen der beliebteste Politiker in Deutschland. (...) da ist es klar, dass man auch als Nachfolger von Angela Merkel infrage kommt."

Junge Union: Jens Spahn steht für den Generationswechsel

Spahn stehe für den Generationenwechsel und werde in Zukunft eine wesentliche Rolle für Deutschland spielen. Es sei dabei "kein ganz unwesentliches Indiz", wer in Umfragen der beliebteste CDU-Politiker ist, so Kuban.
Auf die Frage, ob es denkbar sei, dass die CDU einen anderen CDU-Politiker zum Kanzlerkandidaten macht als den neuen Parteivorsitzenden, antwortete Kuban: "Wir leben in besonderen Zeiten und ich will raus aus alten Denkmustern." Und weiter:
Für mich ist klar, dass wir mit dem aussichtsreichsten Kandidaten ins Rennen gehen sollten. Das entscheiden wir Ende März. Dann sehen wir, wer die besten Chancen hat.
Tilman Kuban, JU-Chef
Die Junge Union hatte sich in einer Mitgliederbefragung für den Kandidaten Friedrich Merz ausgesprochen. "Ich werde ihn am Samstag wählen, auch weil er das überzeugendste und modernste Programm hat", sagte Kuban.

CDU-Parteitag am 15. und 16. Januar

Auf dem Online-Parteitag am 15. und 16. Januar bewerben sich neben Merz auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenpolitiker Norbert Röttgen um die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer.
Laschet bekräftigt seine Ambitionen: "Ich glaube nicht, dass viele Delegierte gerne einen Vorsitzenden hätten, der nicht auch für die CDU den Anspruch hat, den Kanzler zu stellen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Laschet: "Kann auch Bundeskanzler"

Er fügte an: "Ein Ministerpräsident, der ein 18-Millionen-Land erfolgreich regiert, kann auch Bundeskanzler". Gleichzeitig warb er dafür, diese Frage "zum richtigen Zeitpunkt mit CSU-Chef Markus Söder offen zu besprechen".
Die Frage einer Kanzlerkandidatur seines Team-Kollegen Spahn stelle sich nicht.
Quelle: dpa, Reuters

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