Grüne wollen am 19. April die K-Frage klären

07.04.2021 | 14:05 Uhr
Annalena Baerbock oder Robert Habeck - wer von den beiden Parteichefs wird die Kanzlerkandidatur der Grünen übernehmen? Am 19. April will der Parteivorstand einen Vorschlag machen.
Annalena Baerbock und Robert HabeckQuelle: dpa
Der Grünen-Bundesvorstand wird am 19. April vorschlagen, wer von den Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck die Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl am 26. September übernehmen soll. Das teilte Grünen-Geschäftsführer Michael Kellner den Landesvorsitzenden und dem Parteirat in einem Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auf Twitter schrieb Kellner:

"Wir wollen das Land in Zukunft führen"

Die Grünen wollen zwar mit der 40-jährigen Baerbock und dem 51-jährigen Habeck als Spitzenduo in den Bundestagswahlkampf ziehen. Trotzdem soll es erstmals in der Geschichte der Partei einen Kanzlerkandidaten oder eine Kanzlerkandidatin geben. "Wir wollen das Land in Zukunft führen", so Kellner. "Darum kämpfen wir für das historisch beste grüne Ergebnis aller Zeiten und die Führung der nächsten Bundesregierung."
Gute Umfragewerte, hohe Wahlergebnisse: Die Grünen sind derzeit kaum zu stoppen und greifen nun im Superwahljahr nach der Macht im Bund.
Dass dafür nur die beiden Parteichefs in Frage kommen, ist seit Langem klar. Die beiden haben mehrfach gesagt, dass sie die Frage zunächst untereinander klären wollen. "Ich glaube, keinem von uns fällt es schwer zu sagen: Du bist der oder die Richtige", hat Baerbock vor kurzem dem "Spiegel" gesagt und dann hinzugefügt: "Aber natürlich ist es am Ende ein kleiner Stich ins Herz."
Die endgültige Entscheidung über die Kanzlerkandidatur soll dann auf dem Grünen-Parteitag vom 11. bis 13. Juni fallen. Es wird aber erwartet, dass das höchste Parteigremium dem Vorschlag der Grünen-Spitze folgt - egal wie sie ausfällt.

In Umfragen seit Monaten im Aufwind

In den Umfragen sind die Grünen seit Monaten im Aufwind. Zuletzt lagen sie bei über 20 Prozent und damit auf dem zweiten Platz hinter der CDU/CSU. Die SPD will mit Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten in den Bundestagswahlkampf ziehen. Die Entscheidung der CDU/CSU steht noch aus. In Umfragen ist die Union wegen der Maskenaffäre zuletzt abgestürzt.
Quelle: dpa, Reuters

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