: Stromversorgung in Kiew wieder hergestellt

27.11.2022 | 10:17 Uhr
In weiten Teilen der ukrainischen Hauptstadt Kiew wurde die Stromversorgung wieder hergestellt. Angesichts der fallenden Temperaturen wird weiter zum Stromsparen geraten.
Millionen Menschen in Kiew sind weiterhin ohne Elektrizität.Quelle: AP
Vier Tage nach schweren russischen Angriffen gibt es in der ukrainischen Hauptstadt Kiew fast überall wieder Strom. Seit Sonntagmorgen sei die Versorgung mit Strom, Wasser, Wärme und Mobilnetz in der Drei-Millionen-Einwohner-Metropole nahezu vollständig wiederhergestellt, teilte die Militärverwaltung im Nachrichtenkanal Telegram mit.
Die Reparaturarbeiten am Stromnetz befänden sich in der Endphase. Aufgrund der hohen Belastung könne es noch zu lokalen Ausfällen kommen.

Immer mehr Kraftwerke gehen nach dem Blackout in der Ukraine wieder ans Netz. Trotzdem sind weiterhin viele Haushalte ohne Wasser und Strom.

25.11.2022 | 01:16 min

Schnee in Kiew erwartet

Die Wiederherstellung der Stromversorgung ist derzeit besonders wichtig, da in Kiew heute heftige Schneefälle erwartet werden. Die Temperaturen sinken unter den Gefrierpunkt und Millionen Menschen in und um die ukrainische Hauptstadt wären sonst ohne Elektrizität.
"Wir möchten Sie daran erinnern, dass jeder Ukrainer, dessen Haus wieder mit Strom versorgt ist, dazu beitragen kann, dass andere auch Strom bekommen, indem sie sparsam mit ihm umgehen", teilt der Netzbetreiber Ukrenergo in einer Erklärung auf der Nachrichten-App Telegram mit.

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat die Einrichtung von über 4.000 Wärmestuben angekündigt. Dort sollen Strom, Wasser und Internet für die Bevölkerung bereitgestellt werden.

23.11.2022 | 00:16 min
Er erklärt, die Stromerzeuger seien nur in der Lage, drei Viertel des Bedarfs zu decken, weswegen es im ganzen Land zu Einschränkungen und Stromausfällen kommt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, dass wegen des russischen Bombardements sechs Millionen Menschen am Freitag ohne Strom gewesen seien.

Klingbeil: Putin führt Krieg gegen Zivilbevölkerung

SPD-Chef Lars Klingbeil fordert angesichts der verschärften Angriffe Russlands auf die Strom- und Wärmeversorgung in der Ukraine mehr Hilfen aus Deutschland für die Menschen in der Ukraine.
Putin führt den Krieg mehr denn je gegen die Zivilbevölkerung.
Lars Klingbeil, SPD-Chef
Er zerstöre Infrastruktur und wolle, dass die Menschen im Dunkeln sitzen und erfrieren. "Neben der militärischen Unterstützung müssen wir deswegen noch schneller und umfassender Generatoren und beheizte Zelte ins Land liefern.
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Quelle: Reuters, dpa

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