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: Laschet: "Zerstörung wie in einem Krieg"

20.07.2021 | 22:24 Uhr
CDU-Chef Armin Laschet verspricht den Betroffenen der Hochwasser-Katastrophe unbürokratische Soforthilfen. Schnelles Handeln sei nun erforderlich - auch in Sachen Klimaschutz.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will erreichen, dass Hilfsgelder in den Hochwassergebieten schnell zur Verfügung gestellt werden.
Sehen Sie oben das ganze Interview im Video und lesen Sie es hier in Auszügen. Das sagt Armin Laschet ...

...zur Frage, was er nach der Unwetter-Katastrophe durch seine Erfahrungen vor Ort gelernt hat

Nachdem er gemeinsam mit Kanzlerin Merkel die Stadt Bad Münstereifel besucht hat, erklärt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) im heute journal, noch nie so viel "Zerstörungskraft" gesehen zu haben. Man hätte teilweise den Eindruck, es sei "wie im Krieg".
Gleichzeitig würde man vor Ort einen enormen Zusammenhalt spüren. Teilweise seien Menschen aus über 200 Kilometern Entfernung hergekommen und alle würden mithelfen - auch diejenigen, die nicht selbst betroffen seien.
Die Not schweißt zusammen.
Armin Laschet, Kanzlerkandidat der Union
Fluten haben die Fachwerkstadt Bad-Münstereifel stark zerstört, Bundeskanzlerin Merkel besuchte mit NRW-Ministerpräsident Laschet den Ort. Die Kanzlerin meint, der Ort sei "so schwer getroffen, dass es einem wirklich die Sprache verschlägt".

... zur Skepis der Menschen, nach den angekündigten Soforthilfen des Bundes

Laschet erklärt, er könne durchaus verstehen, dass Menschen skeptisch seien. Insbesondere in der Corona-Krise seien Hilfen teilweise gar nicht oder zu spät angekommen. Sein Ziel sei es nun aber, den Betroffenen die Hilfen so schnell wie möglich zu gewähren.
Nordrhein-Westfalen werde 200 Millionen Euro bereitstellen, die der Bund dann verdoppeln wolle, so Laschet.
Und dann muss das Verfahren unbürokratisch sein.
Armin Laschet, Kanzlerkandidat der Union
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sprach beim Besuch in Bad Münstereifel von schnellen und unbürokratischen Hilfen, um die Bedürftigen zu unterstützen.

... zu seinem Auftreten in den Tagen nach den Überschwemmungen mit Blick auf den Wahlkampf

Wenn eine derartige Katastrophe passiere, müsse man als Ministerpräsident einfach immer vor Ort sein.
Wahlkampf hin oder her.
Armin Laschet, Kanzlerkandidat der Union
Sein Lachen während der Rede von Bundespräsident Steinmeier beim Besuch im Hochwassergebiet Erftstadt hätte ihn besonders geärgert. Zwar gebe es, wenn man rund um die Uhr unterwegs sei, auch solche Momente - doch das hätte nicht den Tag widergespiegelt. Die verheerenden Überschwemmungen hätten ihn sehr mitgenommen.
Er würde schon sein Leben lang versuchen, aus dem, was Menschen ihm erzählen, seine Politik zu machen. Das sei auch heute noch so. Deshalb wisse er, was nun erforderlich sei: "Schnelles Handeln, keine Bürokratie und Anteilnahme an dem, was Menschen gerade erleiden".
Die Kanzlerkandidaten Laschet und Scholz haben im Hochwasser-Katastrophengebiet Präsenz gezeigt – wohl auch, weil der Klimawandel noch zum großen Thema im Wahlkampf werden kann.

... zur Frage, was er von Söders Plan, Bayern bis 2040 klimaneutral zu machen, lernen kann

Nordrhein-Westfalen sei in den letzten 40 bis 100 Jahren das Industrieland Deutschlands gewesen, so Laschet. Das sei nie eine parteipolitische Frage gewesen. Sein Land hätte Stahlindustrie und Steinkohle gehabt, Braunkohle und Chemieindustrien gebe es immer noch.
Das große Kunststück wird es jetzt sein, diese Industrien zur Klimaneutralität umzugestalten.
Armin Laschet, Kanzlerkandidat der Union
Quelle: ZDF

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