: Scholz nimmt Merkels Kritik locker

01.09.2021 | 20:20 Uhr
SPD-Kanzlerkandidat Scholz reagiert auf die Kritik der Bundeskanzlerin an seinem Wahlkampf gelassen: Als ehemalige CDU-Chefin habe sie das sagen müssen.
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz lässt Merkels Kritik abperlen.Quelle: dpa
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz nimmt die Kritik von Kanzlerin Angela Merkel mit Gelassenheit: Die Äußerung habe ihn nicht überrascht - "als ehemalige Bundesvorsitzende der CDU sollte sie diese Antwort geben", sagte Scholz dem SWR. Trotzdem arbeite er auch in diesen Tagen gut mit der Kanzlerin zusammen.

Merkel: "Gewaltiger Unterschied" zu Scholz

Merkel hatte am Dienstag scharfe Kritik daran geübt, dass Scholz eine Koalition mit der Linkspartei in den vergangenen Tagen mehrfach nicht ausdrücklich ausgeschlossen hat.
Mit mir als Bundeskanzlerin würde es nie eine Koalition geben, an der die Linke beteiligt ist. Ob dies von Olaf Scholz so geteilt wird oder nicht, das bleibt offen.
Kanzlerin Angela Merkel
In diesem Zusammenhang sei es "so, dass da ein gewaltiger Unterschied für die Zukunft Deutschlands zwischen mir und ihm besteht", fügte Merkel hinzu.
Scholz hat eine Koalition mit der Linkspartei zwar nicht explizit ausgeschlossen, jede Regierungsbildung aber an Prinzipien wie ein klares Bekenntnis zur Mitgliedschaft in der Nato geknüpft. Die Linke will, dass Deutschland die Nato verlässt.

Scholz: Partnerschaft mit USA und Nato wichtig

Dem SWR sagte Scholz, er bestehe bei jeder Koalition auf einer guten Partnerschaft mit den USA und wolle die Nato stärken. Eine Zusammenarbeit könne er sich mit den Grünen, aber auch mit der FDP vorstellen.
Das System Scholz: beharrlich sein, Ausdauer zeigen, Tiefschläge bis zur Selbstverleugnung wegstecken.
Scholz äußerte sich im SWR auch zu dem Vorwurf von CSU-Chef Markus Söder, er sei ein "Erbschleicher", weil er sich häufig auf die Kanzlerin beziehe und sich mit der Kanzlerinnen-Raute fotografieren ließ. "Darf ich keine Späße mehr machen?", sagte Scholz mit Bezug auf das Rauten-Foto.
Quelle: dpa, AFP

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