: Schulze: Mehr Entwicklungshilfe für Ukraine

07.02.2022 | 06:01 Uhr
Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise dringt Entwicklungsministerin Schulze auf einen Ausbau der Zusammenarbeit. Sie wolle das "entwicklungspolitische Engagement" vergrößern.
Eine "selbstbewusste und krisenfestere Gesellschaft" stärke die Ukraine langfristig am besten, sagt Schulze.Quelle: Reuters (Archiv)
Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise hat sich Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) für einen Ausbau der Entwicklungszusammenarbeit mit dem osteuropäischen Land ausgesprochen. "Ich bin sehr dafür, dass wir dieses entwicklungspolitische Engagement fortsetzen und ausbauen", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der "Funke-Mediengruppe".
"Denn eine selbstbewusste und krisenfestere Gesellschaft stärkt die Ukraine langfristig am besten." Allein aus Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit habe Deutschland die Ukraine bereits mit mehr als einer Milliarde Euro unterstützt, hob Schulze hervor.

Schulze: "Selbstbewusste Zivilgesellschaft"

"Dabei geht es um eine starke, klimaverträgliche Wirtschaft, eine selbstbewusste Zivilgesellschaft, aber auch um neue Infrastruktur und neue Wohnungen für die Menschen, die aus der Ostukraine vertrieben wurden." Russland hat nach westlichen Angaben mehr als 100.000 Soldaten samt schwerem Gerät an der ukrainischen Grenze zusammengezogen.
Der Westen befürchtet deshalb einen russischen Angriff auf das Nachbarland. Russland weist die Vorwürfe zurück und gibt zugleich an, sich von der Nato bedroht zu fühlen. Putin verlangt Sicherheitsgarantien vom Westen, unter anderem ein Ende der Nato-Osterweiterung.

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