: Söder: Trendwende muss am Wochenende kommen

09.09.2021 | 07:30 Uhr
Die Union ist im Bundestagswahlkampf in Umfragen historisch tief gefallen. CSU-Chef Markus Söder hofft nun auf dieses Wochenende. Und erhöht damit auch den Druck auf Armin Laschet.
Der amtierende CSU-Vorsitzende Söder stellt sich beim zweitägigen Parteitag in Nürnberg zur Wiederwahl. Mit Spannung wird der morgige Auftritt von Unions-Kanzlerkandidat Laschet erwartet.
Der im historischen Umfragetief steckenden Union läuft nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder die Zeit für einen Stimmungsumschwung vor der Bundestagswahl davon.
Wenn es noch eine Chance gibt, den Trend zu brechen, dann an diesem Wochenende.
Die CSU wolle mit ihrem Parteitag am Freitag und Samstag in Nürnberg "ein Stück" die Trendwende einleiten.
Die Nervosität in der Union wächst: Kanzlerkandidat Laschet präsentierte zuletzt ein "Zukunftsteam" aus acht Köpfen, das die Trendwende im Wahlkampf liefern soll.

Triell könnte für Laschet entscheidend sein

Ohne es direkt anzusprechen, dürfte Söder auch das am Sonntag bei ZDF und ARD anstehende, zweite Triell der Spitzenkandidaten von Union, SPD und Grünen zum Wochenende der Entscheidung hinzuzählen.
Zu dem Parteitag wird am Samstag auch Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) in Nürnberg erwartet. Für Söder ist klar, die Union kann nur gemeinsam die Wahl gewinnen: "Es kommt jetzt nicht auf Stilnoten an. Wir müssen uns alle unterhaken."
Es gehe jetzt um Gemeinsamkeit in der Union und darum, den "Trend zu brechen", so Söder im heute journal.

Söder für deutlich mehr Wohngeld

Trotz der schlechten Umfragewerte - die Union lag bundesweit zuletzt zwischen 19 und 25 Prozent, die CSU in Bayern auch nur noch bei 28 Prozent - sieht Söder noch die Chance zum Wahlsieg und dabei insbesondere soziale Themen im Vordergrund: "Wir als Union müssen klarmachen, dass wir für die kleinen Leute da sind, für die kleinen Betriebe, die Selbstständigen, die Handwerksmeister, aber auch für die, die in den Großstädten beispielsweise Probleme mit den Mieten, den Pflegekosten oder der Rente haben."
Söder forderte eine Offensive für deutlich mehr Wohngeld "in den hoch belasteten Regionen, um Wohnen neben der Mietpreisbremse noch erschwinglich zu machen".
Quelle: dpa

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