: Söder: Schäden analysieren, schnell helfen

18.07.2021 | 15:38 Uhr
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Bundesfinanzminister Olaf Scholz haben sich ein Bild von der Hochwasserlage in Bayern gemacht. Sie sicherten schnelle Hilfe zu.
Beim Besuch im bayerischen Hochwassergebiete betont Ministerpräsident Söder, dass mehr für den Klimaschutz getan werden müsse. "Es geht um den Schutz unserer Heimat", so Söder.
"Wir trauern um die Opfer und beten mit den Angehörigen", äußerte sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei seinem Besuch in Berchtesgaden. Die Rettungskräfte sowohl in Deutschland insgesamt als auch in Bayern leisteten Übermenschliches. "Mein ganz großer Respekt", so Söder.
Das Berchtesgadener Land sei mit am längsten in Deutschland von der Corona-Krise betroffen gewesen, nun komme gleich die nächste Herausforderung. Die entstandenen Schäden durch das Hochwasser müssten nun analysiert werden, erläuterte Söder das weitere Vorgehen.
Klar ist: Wir werden helfen.
Markus Söder, Ministerpräsident Bayern
Dabei gehe es laut Söder auch darum, Möglichkeiten zu finden, damit solche Ereignisse nicht ständig wieder passieren.
Auch in Bayern kämpfen die Einsatzkräfte gegen das Hochwasser, besonders betroffen ist der Landkreis Berchtesgadener Land. Auch in Österreich ist die Lage angespannt.

Scholz: Schnelle Hilfe und Klimaneutralität anpacken

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) kündigte Entscheidungen im Kabinett über Soforthilfen für die kommende Woche an:
Da geht es um Milliarden, damit wir das wieder einigermaßen hinbekommen.
Olaf Scholz, Bundesfinanzminister
Die Zerstörung - besonders im Westen Deutschlands - habe ein Ausmaß von nationaler Dimension, das ganze Land müsse nun helfen. "Das ist eine große Katastrophe, die wir hier in Deutschland erleben", so Scholz. So viele Menschen seien lange nicht bei einer Naturkatastrophe ums Leben gekommen.
Jetzt müsse den Betroffenen schnell geholfen werden, doch Scholz mahnte auch, dass es darum gehe, die langfristigen Aufgaben, das Thema Klimaneutralität, nun anzupacken.

Hunderte Einsätze im Berchtesgadener Land

Betroffen von den heftigen Regenfällen und Überschwemmungen in Bayern waren vor allem Berchtesgaden, Bischofswiesen, Schönau am Königssee, Marktschellenberg und Ramsau. Feuerwehr und andere Hilfskräfte mussten zu Hunderten Einsätzen ausrücken - auch um Menschenleben zu retten. Mindestens eine Person kam ums Leben, mehr als 100 Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen.
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Quelle: ZDF

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