: Putin verteidigt Einmarsch in die Ukraine

12.04.2022 | 12:51 Uhr
Russlands Präsident Putin hat den Einmarsch in die Ukraine als alternativlos verteidigt. Er diene der Sicherheit des eigenen Landes. Auch könne man Russland nicht isolieren.
Der russische Präsident Wladimir Putin hält eine Rede in Wostotschny.Quelle: imago
Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich mit Blick auf den Krieg gegen die Ukraine einmal mehr siegesgewiss gezeigt. Die Ziele der "Spezialoperation" würden erreicht, sagte Putin laut Agentur Interfax während der Besichtigung des russischen Weltraumbahnhofs "Wostotschny" im äußersten Osten des Landes. "Daran gibt es keinen Zweifel."

Experten: Begründung aus Moskau nur Vorwand

Der russische Präsident verteidigte zudem erneut seine Entscheidung über den Einmarsch in die Ukraine vor knapp sieben Wochen als alternativlos. Die Operation diene der Gewährleistung der russischen Sicherheit: "Wir hatten keine andere Wahl", sagte Putin. Der Konflikt mit den "antirussischen Kräften in der Ukraine" sei nur eine Frage der Zeit gewesen.
Viele internationale Experten hatten dem Kremlchef in der Vergangenheit hingegen vorgeworfen, den Schutz russischer Menschen in der Ukraine nur als Vorwand für den Krieg zu benutzen.

Russlands Präsident Putin trifft sich heute mit dem belarussischen Machthaber Lukaschenko. Dabei dürfte es auch um den Ukraine-Krieg gehen. Dazu ZDF-Korrespondent Axel Storm.

12.04.2022 | 00:55 min

Unterwegs mit Lukaschenko

Putin betonte zudem, dass sich Russland nicht vom Rest der Welt abschotten wolle. Auch die Sanktionen, mit denen der Westen auf die russische Invasion reagierte, können Russland nach Ansicht Putins nicht isolieren. Moskau werde sein technisches und technologisches Potenzial - speziell im Weltall - weiter ausbauen, sagte er.
Putin ist zusammen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko zur Besichtigung des Weltraumbahnhofs geflogen. Dabei wollte er sich Kreml-Angaben zufolge später am Tag auch das erste Mal seit Beginn des Krieges den Fragen von Medienvertretern stellen.
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Quelle: dpa

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